Der Name von Otto.de wird derzeit in Betrügermails missbraucht. In einer sauber aufgebauten Mail wird der Empfänger über eine Zahlung an OTTO.de informiert, welche natürlich nie stattgefunden hat.

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Diese Mail greift jedoch wieder das erfolgreiche Muster auf , welches wir in den letzten Wochen bereits öfter als Rechnungsmail sichten konnten und welches sehr gefährlich ist und viele Empfänger irritiert: die Mail täuscht vor, eine Rechnung zu sein und informiert über eine stattgefundene Transaktion. Dabei bedient sie sich realer Elemente, wie z.B. echt existierenden Verkäufern, Artikeln und auch Summen.

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Der Inhalt dieser Mail im Klartext: (sic)

Guten Tag ,
Sie haben eine Zahlung über €649,00 EUR an Otto.de (GmbH & Co KG)(paypal@otto.de) gesendet.
Alle Details zu dieser Zahlung finden Sie in dieser E-Mail.

Verkäufer
Otto.de (GmbH & Co KG)
paypal@otto.de

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Lieferadresse
XXXXXXXX
XXXXX XXXXXXX
Deutschland

Versanddetails
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Beschreibung

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Artikelnummer: 5069-EKS23

Stückpreis: €649,00 EUR

Probleme mit dieser Zahlung?

Wenn diese Zahlung nicht von Ihnen persönlich ausgeführt worden ist, klicken Sie bitte auf Konfliktlösung, um die Zahlung zu stonieren.

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Der Name in der angeblichen Lieferadresse deckt sich mit dem realen Empfängernamen, jedoch ist die Lieferadresse eine Falsche. Dies soll wahrscheinlich den Charakter der “fehlerhaften Transaktion” unterstreichen und somit den (erfundenen) Fehler plausibler machen.

Das größte Opfer dieser Mail ist jedoch OTTO.DE. Diese hat mit der Mail rein gar nichts zu tun und es hat auch keinerlei Transaktionen gegeben.

Daher raten wir dazu: die Mail mit dem Titel “ Paypal Sie haben eine Zahlung über 649,00 EUR an Otto.de (GmbH & Co KG) (paypal@otto.de) gesendet. “ direkt zu gelöscht! Wir raten den Empfängern dieser Mail davon ab, bei OTTO.DE anzurufen, damit blockiert man im Höchstfall zu Lasten der Firma die Kommunikationswege.

An dieser Stelle aufgrund dieser vielen Elemente die Wiederholung: diese Mail ist eine Fälschung!

Phishing

Eine erste Stolperfalle für diese Mail gibt es nun, wenn man den eingefügten Link zur Stornierung aufruft: eine aktualisierte Schutzsoftware zeigt in diesem Moment eine entsprechende Warnung.

Hinter dem Link befindet sich eine von BETRÜGERN nachgebaute PAYPAL-LOGIN Seite:

In ausführlicher Weise wird der Besucher über die Stornierung informiert und somit ein eine Pseudosicherheit aufgebaut. Dieser Phishingvorgang fällt nicht sofort mit Login-Formularen auf den Besucher, sondern konzentriert sich zunächst auf die Schaffung einer Vertrauensbasis.

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Sobald der Nutzer sich hier anmeldet, werden die ZUGANGSDATEN an die BETRÜGER übermittelt! Danach interessieren sich die Betrüger noch für folgende Daten:

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Was nun geschieht, ist der normale Ablauf. Anmeldedaten, Adressdaten und Bankdaten werden erhoben. Natürlich ist das eine Falle – die angegebenen Daten landen direkt in einer Betrügerdatenbank. Ebenso wird versucht, mit einer authentisch klingenden Mail den Besucher in Sicherheit zu wiegen. Die dargestellten Felder sollen nun verleiten, die eigenen Daten dort einzugeben, welche jedoch direkt in einer Betrügerdatenbank landen.

Allgemeine Phishingwarnung:

  • Phishing E-Mails versuchen grundsätzlich so auszusehen, als stammen sie von dem entsprechenden Unternehmen. Mit diesen versuchen Betrüger, an persönliche Daten zu kommen, vorzugsweise Bank- Kreditkarten oder sonstige Zahldaten.
  • Die eigentliche “Kunst” dieser Mails ist die Geschichte, mit welcher der Empfänger dazu verleitet werden soll, der E-Mail zu trauen und den eingefügten Link zu öffnen. Hier spielen Ausdruck, Grammatik und Rechtschreibung, sowie Plausibilität und auch Individualität eine sehr große Rolle. Speziell in der jüngeren Vergangenheit gab es zunehmend Mails, welche mit Individualität glänzten: die konnten den Empfänger mit korrektem Namen ansprechen und gaben auch tatsächliche Adress- und Personaldaten an.
  • Man kann jedoch generell beachten: Banken, Zahl- und Kaufportale fordern niemals mit Hilfe eines eingebauten Links zum Einloggen in das Konto auf! Zudem ist eine generische Anrede zwar immer ein Indiz für Phishing, eine vorhandene korrekte Anrede jedoch nicht der Beweis für die Echtheit einer Mail.
  • Niemals über einen Link einloggen, der per Mail gesendet wird, sondern immer die betreffende Seite per Hand in die Adresszeile des Browsers eintippen und dort einloggen. Sollten tatsächlich Ankündigungen des entsprechenden Dienstes vorhanden sein, werden diese dort angezeigt.Zusätzlich ist es nach Möglichkeit ebenso zu unterlassen, über öffentliche/fremde WLAN-Netze Bankgeschäfte zu tätigen, da man nie genau weiß, ob (und im Ernstfall von wem) diese Netze protokolliert werden.
  • Niemals reale Daten in die Formularfelder eintragen! Unter Umständen können die Daten sogar bereits während des Tippens an die Betrügerdatenbank weitergeleitet werden, ohne dass man mit “weiter” bestätigt.
-Mimikama unterstützen-