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Gemeinsam gegen Fakes, Fake-News und anderen Unwahrheiten im Internet. Bitte hilf mit!

Falsche PayPal Rechnungen –> täuschend echtes Auftreten. Immer wieder bilden nachgebaute Rechnungen eine große Gefahr, da sie mit real existierenden Elementen arbeiten. So auch in einer aktuellen Mail, die über einen angeblichen Einkauf eines Samsung Galaxy S7 Edge informiert.

-Produktempfehlung: Kaspersky lab-

Denn neben den optisch sauber genutzten Elementen einer PayPal Transaktionsübersicht werden immer wieder echte Firmen und deren Kontaktangaben als Verkäufer dargestellt. Zusätzlich werden Käuferadresse eingebaut, die plausibel klingen, jedoch nicht existieren. So wie zum Beispiel in dieser Variante:

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Der Inhalt dieser Mail lautet im barrierefreien Klartext:

Guten Tag!

Eine nicht autorisierte Zahlung über 514,80 EUR an ALTERNATE GmbH (noreply@alternate.de) ist uns aufgefallen!
Eine Prüfung der unten stehenden Transaktion hat ergeben, dass sie möglicherweise nicht durch Sie autorisiert wurde. Daher wurde diese Transaktion zurückgerufen.
Alle Details zu dieser Zahlung finden Sie in Ihrer PayPal-Kontoübersicht.

Es kann einige Minuten dauern, bis die Transaktion in Ihrem Konto angezeigt wird.

Der Empfänger dieser Mail soll natürlich mit diesen Angaben irritiert werde, so dass er diesen vermeintlichen Konflikt lösen mochte und auf den mitgelieferten Button zur Bestätigung der eigenen Daten klickt. Hier geht es dann in die eigentliche Falle!

Phishingbetrug

Natürlich ist dieser Einkauf frei erfunden, allein schon die unterschiedlichen Beträge in der Mail zeigen, dass hier jemand kräftig gebastelt hat. Bei uns schob sich, nachdem wir auf den Button zur Bestätigung der Daten geklickt haben, die Phishingwarnung von Kaspersky Internet Sercurity dazwischen:

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Ohne diesen Softwareschutz würde man direkt auf einer gefälschte Seite mit unter der URL “privatkunden.de-web229.pw” landen. Im Laufe einer vermeintlichen Anmeldeprozedur erscheinen verschiedene Eingabefelder, die jedoch alle gefälscht sind. Zunächst erscheint ein klassicher Login, danach soll man persönliche- und Adressdaten eingeben, im Anschluss daran sensible Bankdaten.

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Vorsicht! Jede Art der hier getätigten Eingaben landet in Betrüger-Datenbanken!

Allgemeine Phishingwarnung:

  • Phishing E-Mails versuchen grundsätzlich so auszusehen, als stammen sie von dem entsprechenden Unternehmen. Mit diesen versuchen Betrüger, an persönliche Daten zu kommen, vorzugsweise Bank- Kreditkarten oder sonstige Zahldaten.
  • Eine Schutzsoftware ist hilfreich! Bei aktualisierten Datenbanken und entsprechender Heuristik werden schädliche Seiten oftmals blockiert. Wir nutzen hierfür eine Kaspersky Schutzsoftware.
  • Die eigentliche “Kunst” dieser Mails ist die Geschichte, mit welcher der Empfänger dazu verleitet werden soll, der E-Mail zu trauen und den eingefügten Link zu öffnen. Hier spielen Ausdruck, Grammatik und Rechtschreibung, sowie Plausibilität und auch Individualität eine sehr große Rolle. Speziell in der jüngeren Vergangenheit gab es zunehmend Mails, welche mit Individualität glänzten: die konnten den Empfänger mit korrektem Namen ansprechen und gaben auch tatsächliche Adress- und Personendaten an.
  • Man kann jedoch generell beachten: Banken, Zahl- und Kaufportale fordern niemals mit Hilfe eines eingebauten Links zum Einloggen in das Konto auf! Zudem ist eine generische Anrede zwar immer ein Indiz für Phishing, eine vorhandene korrekte Anrede jedoch nicht der Beweis für die Echtheit einer Mail.
  • Tipp am Smartphone: einen Link andrücken und halten, bis sich ein Dialogfenster mit der Linkvorschau öffnet. Daran kann man erkennen, wohin ein eingebetteter Link führen soll.
  • Niemals über einen Link einloggen, der per Mail gesendet wird, sondern immer die betreffende Seite per Hand in die Adresszeile des Browsers eintippen und dort einloggen. Sollten tatsächlich Ankündigungen des entsprechenden Dienstes vorhanden sein, werden diese dort angezeigt.Zusätzlich ist es nach Möglichkeit ebenso zu unterlassen, über öffentliche/fremde WLAN-Netze Bankgeschäfte zu tätigen, da man nie genau weiß, ob (und im Ernstfall von wem) diese Netze protokolliert werden.
  • Niemals reale Daten in die Formularfelder eintragen! Unter Umständen können die Daten sogar bereits während des Tippens an die Betrügerdatenbank weitergeleitet werden, ohne dass man mit “weiter” bestätigt.