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Oldenburg – In den vergangenen Tagen wurden der Polizei Oldenburg erneut mehrere Fälle von betrügerischen Anrufen gemeldet, bei denen sich die Täter als Polizeibeamte ausgaben. In einem der Fälle kam es zu einer Geldübergabe in Höhe von mehreren tausend Euro.

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Am 10. Mai 2017 erhielt eine 82-jährige Oldenburgerin in den Abendstunden einen Anruf von einer männlichen Person, welche sich als Polizeibeamter der Kripo Oldenburg vorstellte. Der Täter teilte der 82- Jährigen mit, dass man in einem Fahrzeug einen Zettel gefunden habe, auf welchem ihr Name notiert gewesen sei sowie die Notiz, dass sie vermögend sei.

Man befürchte nun, dass sie in Gefahr sein könnte. In diesem Zusammenhang wurde die Dame unter anderem nach ihrem Kontostand und ihrer Bank befragt. Sie solle niemandem, auch nicht ihren Kindern, von dem Telefonat berichten. Am nächsten Tag kam es zu einem weiteren Telefonat, in welchem der angebliche Kripo-Beamte ihr mitteilte, dass ein Mitarbeiter ihrer Hausbank ein „Maulwurf“ sei, der mit einer Tätergruppierung „unter einer Decke“ stecken könnte.

Sie solle so viel Geld wie möglich abheben und den tatsächlichen Grund der Abhebung nicht nennen. Nachdem die 82-Jährige das Geld bei ihrer Bank abhob, fand die Geldübergabe im Bereich des Bremer Hauptbahnhofes statt. Der Täter konnte nur vage als männliche Person mit schwarzen nach oben abstehenden Haaren, schwarzem Bart und südländischem Erscheinungsbild beschrieben werden. Der Fall wurde der Polizei erst am gestrigen Tag bekannt.

In den vergangenen Tagen und Wochen kam es zu diversen, ähnlich gelagerten Anrufen. Bei den anderen, bekannt gewordenen, Fällen blieb es stets beim Versuch.

Auffällig war jedoch, dass in vielen Fällen die wahre Rufnummer unterdrückt und die Telefonnummer 0441- 110 auf den Displays angezeigt wurde, welches auf das sogenannte „Call-ID- Spoofing“ hindeutet. Den Tätern ist es somit möglich, ihre wahre Rufnummer zu verschleiern und eine falsche Identität vorzutäuschen.

In diesem Zusammenhang gibt die Polizei folgende Hinweise:

  • Wenn die Polizei bei Ihnen anruft, wird niemals die Rufnummer „110“ auf dem Display erscheinen; es handelt sich um eine Servicerufnummer für die Bürger
  • Machen Sie am Telefon nie Angaben zu Ihren Vermögensverhältnissen – Vereinbaren Sie niemals ein Treffen oder hinterlegen irgendwelche Gegenstände
  • Das Telefonat sollte bei Zweifel sofort beendet werden. Falls möglich sollte die angezeigte Rufnummer notiert und anschließend die örtliche Polizeidienststelle kontaktiert werden
  • Erzählen Sie Ihren Kindern und/oder anderen Vertrauten von etwaigen Anrufen.

Weitere Hinweise finden Sie auch im Internet unter www.polizei-beratung.de unter der Rubrik „Betrug“.

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