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Im Leben sieht man manche Dinge auf den ersten Blick anders und ist verblüfft, als was sie sich dann wirklich herausstellen.

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Wie in der Liebe, gibt es auch im Netz die rosarote Brille, die uns täuschen kann. Aber warum ist das so?

Sicherlich kann man sagen, dass man im ersten Moment nur das Erkennen möchte, was man selbst erwartet zu sehen. Als Beispiel kann man das Bild hier nehmen:

Wenn man das Bild zum ersten Mal sieht, könnte man sofort annehmen, dass es einen sexuellen Hintergrund hat.

In Wirklichkeit und auf den zweiten Blick, zeigt es Umrisse von Scheren verschiedenster Größen und Arten. Jedoch ist der Gedanke, dass das was sexuelles sein muss eher verankert, als die Abbildung der Scheren. Genauso verhält es sich auch mit Meldungen und Bildern, welche man im Netz finden kann.

Man sieht ein Bild oder liest einen Beitrag, also etwas den eigenen Vorstellungen oder der eigenen Erwartung entspricht und dazu zaubert der Gedanke entsprechende Möglichkeiten hinzu. In manchen Fällen nutzen andere Menschen dann genau diesen ersten Eindruck, um daraus eine alternative Geschichte zu schreiben, oder aber um falsche Tatsachen zu verbreiten.

Sie gehen mit Gewissheit diesen Weg, mit dem Ziel, eben dieses erste Sinnbild in die Gedanken anderer Menschen zu produzieren, oder weil sie es eben nicht besser wissen.

Jetzt denkt man vielleicht: „Nur weil einer springt, spring ich nicht direkt hinterher“, beziehungsweise werde ich nicht den gleichen Gedanken verfolgen. Das ist soweit auch richtig, aber viele Menschen folgen diesem Pfad der Gedanken, da dieser bereits als ein Weg gekennzeichnet worden ist.

Hier kann man sich das Beispiel „Gehweg mit Schnee“ mal näher anschauen. Man selbst läuft meist auf dem Weg, welcher bereits geräumt worden ist, bzw. weil sich dort bereits erste Spuren befinden und das Vorankommen dementsprechend erleichtern.

Warum also sollte man also einen anderen Weg suchen?

Die Erklärung ist ganz einfach.

In einem Meer aus einer weißen Decke, wenn wir mal beim Schnee bleiben, kann man nicht erkennen, was unter dieser ist, bis man sie freiräumt. In diesem Fall könnte sich der Weg auch auf einem Radweg befinden, den wir bestreiten. Wirklich erkennen können wir es leider erst, wenn man mehr Schnee zur Seite räumt und versucht, den Weg darunter zu sehen.

Genauso ist es mit den Meldungen und Bildern im Internet auch. Wir wissen im ersten Moment nicht alles über den Beitrag oder aber dem Bild. Erst wenn wir selbst tätig werden, Zweifel an der Echtheit haben und anfangen, die Echtheit zu überprüfen, machen wir uns alternative Gedanken zu dem Beitrag oder dem Bild. Dabei spielt es keine Rolle, ob einer oder mehrere sagen, dass das echt ist.

Auch wenn man im Gedanken die „falsche Echtheit“ wahrnimmt, bleibt im Unterbewusstsein der Zweifel, sobald man einmal anfängt, überhaupt zu zweifeln und das auch solange, bis Fakten das für oder wider bestätigt werden.

Warum also zweifeln wir nicht öfters Bilder oder Beiträge an, die vielleicht gerade mal eben an der Wahrheit kratzen?

Das ist die Frage, welche die Welt und das Internet verändern könnte.

Wenn mehr in Frage gestellt wird und dann die Wahrheit selbst recherchiert werden würde, gäbe es einige Fakemeldungen erst gar nicht. Aber solange der einfachste Weg der meistgenutzte bleibt, ist das eher eine Illusion, als wahrhaftig.

Autor: Sven O. – mimikama.at

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