Kind wird nicht geschlagen: Die wahre Geschichte von Charlie

Kind wird nicht geschlagen: Die wahre Geschichte von Charlie

Von | 12. November 2019, 12:30

Immer wieder Kinderfotos – und selten mit der richtigen Geschichte versehen. Doch Charlie wird nicht geschlagen, ganz im Gegenteil. Ihre Eltern kämpfen dafür, dass Charlie leben kann.

Charlie wurde nicht geschlagen: Seit Anfang Oktober erhielten wir immer wieder Anfragen zu einem Foto, das auf Facebook geteilt wird. Zu sehen ist ein kleines Kind, dem Blut aus dem Mund tropft. Angeblich sei es geschlagen worden:

Screenshot by mimikama.at

Screenshot by mimikama.at

Eltern die ihre Kinder schlagen wie auf diesem Bild sind für mich das allerletzte

Bitte nicht weiter Crollen wenn du dafür bist dsa man für sowas Bestraft werden sollte !!!

Bitte Teilen nicht vergessen !!!

Der Faktencheck

Bei dem gezeigten Kind handelt es sich um ein krebskrankes Mädchen – es wurde also nicht von seinen Eltern geschlagen!

Sie heißt Charlie und erhielt im Januar 2019 die Diagnose „akute lymphatische Leukämie“. Ihre Eltern betreuen eine Facebook-Seite, um über Charlies Schicksal zu informieren, darunter findet man das oben gezeigte Bild, dass die Eltern von Charlie in der Zwischenzeit mit einem Wasserzeichen versehen haben:

Um Charlie und ihre Familie zu unterstützen, wurde dieses Spendenkonto eingerichtet.

Fazit:

Immer wieder kommen Nutzer auf die Idee, Fotos zu stehlen, sie mit einer neuen Geschichte zu versehen und ohne Quellenangabe wieder hochzuladen – auch das ist Missbrauch.

Der Nutzer meint:

„Eltern die ihre Kinder schlagen wie auf diesem Bild sind für mich das allerletzte 😡🤬😡🤬

WIR meinen:

Nutzer, die krebskranke Kinder für Fake News missbrauchen, sind für uns das Allerletzte 😡🤬😡🤬

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Charlies Eltern zu unterstellen, sie hätten sie geschlagen, ist eine bodenlose Frechheit und nimmt die Chance, den wahren Hintergrund zu teilen und so vielleicht neue Unterstützer für ein krebskrankes Kind zu finden. Das heißt natürlich nicht, dass wir das Schlagen von Kindern gut finden – ganz im Gegenteil.

Für jeden Menschen, der zur Empathie fähig ist, ist es selbstverständlich, GEGEN GEWALT zu sein, erst recht, wenn es um Kinder geht. Wir sind auch dafür, dass Gewalt gegen Kinder bestraft wird. Aber was für ein Schlag muss es dann für die Angehörigen eines Kindes sein, das um sein Leben kämpft und sich noch gegen derartige Gerüchte wehren muss?

Facebook-Nutzer, die andere für ein Thema sensibilisieren möchten, sind wunderbar und finden bestimmt Wege, um dies kundzutun, ohne dass diese auf Kosten von krebskranken Kindern und ihren Familien gehen.

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