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Im Grunde sollte der Zug über irgendwelche Ankündigungen zu SEPA-Umstellungen bereits längst abgefahren sein, jedoch gibt es immer noch betrügerische Mails, die genau damit ködern.

-Produktempfehlung: Kaspersky lab-

Die folgende Mail ist eine dieser SEPA-Umstellungsinformationen, welche die ein oder andere Stolperfalle in sich trägt, vor allem die URL der konstruierten Phishingseite, auf welche man aus der Mail geleitet wird, klingt sehr authentisch.

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Der Inhalt dieser Mail im Klartext:

Noch ein Schritt zum SEPA-Lastschriftverfahren.

Sehr geehrte Damen und Herren,
wie Sie vielleicht festgestellt haben, wird derzeit europaweit auf das IBAN-Verfahren umgestellt. Die IBAN ist ein neuer Standard, der das Bezahlen vereinheitlichen und somit einfacher machen soll. Diese Umstellung betrifft auch Sie als PayPal Nutzer.

Damit Sie auch weiterhin Transaktionen von und zu Ihrem PayPal-Konto tätigen können, benötigen wir hierzu Ihre Zustimmung. Bitte beachten Sie, dass eingehende Zahlungen erst im Anschluss transferiert werden können.

Umstellung beginnen

Der Inhalt dieser Mail kommt fehlerfrei und in flüssig lesbarem Deutsch daher. Auffällig ist die fehlende persönliche Anrede, was in diesem Falle ein Alarmsignal für eine eingegangene Mail mit betrügerischer Absicht sein sollte.


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Und dieser Verdacht soll sich bestätigen: es handelt sich bei dieser Mail um Phishing.

Phishing

Diese Mail stammt jedoch aus den Händen von Betrügern. Eine aktualisierte Schutzsoftware zeigt recht schnell eine entsprechende Warnung:

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Ohne Schutzsoftware landet man auf einer Seite, welche recht authentisch eine PayPal-Seite nachahmt. Wie eingangs beschrieben, hat man sich bei der Wahl der Adresse für diese Seite sehr bemüht, eine authentische URL zu erzeugen. Die Seite “secure.sepa-paypal.com” ist zwar sehr stark einem echt wirkenden Seitennamen nachempfunden, ungeübte Augen sehen hier als Domain ein “paypal.com”, jedoch handelt es sich um den Versuch einer Verschleierung und die Adresse ist “sepa-paypal.com”. Ebenso ist auch erkennbar, dass keine gesicherte HTTPS Verbindung besteht. Es handelt sich also um eine Fälschung, die wir folgt aussieht:

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An dieser Stelle wird dem Besucher eine Scheinwahlmöglichkeit angezeigt, jedoch ist es im Gründe völlig egal, was man hier anklickt, denn man wird bei beiden Auswahlmöglichkeiten auf eine gefälschte Login-Seite geleitet.

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Ab dieser Stelle unterliegt der Ablauf dem klassischen Phishingmuster: zunächst werden Logindaten abgefragt, in einem zweiten Schritt soll man persönliche- und Adressdaten eingeben, letztendlich wird man dazu bewogen, sensible Bankdaten einzugeben.

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Wie bei jeder Phishingmail warnen wir auch hier: bitte an keiner Stelle gültige Daten eingeben!

Allgemeine Phishingwarnung:

  • Phishing E-Mails versuchen grundsätzlich so auszusehen, als stammen sie von dem entsprechenden Unternehmen. Mit diesen versuchen Betrüger, an persönliche Daten zu kommen, vorzugsweise Bank- Kreditkarten oder sonstige Zahldaten.
  • Die eigentliche “Kunst” dieser Mails ist die Geschichte, mit welcher der Empfänger dazu verleitet werden soll, der E-Mail zu trauen und den eingefügten Link zu öffnen. Hier spielen Ausdruck, Grammatik und Rechtschreibung, sowie Plausibilität und auch Individualität eine sehr große Rolle. Speziell in der jüngeren Vergangenheit gab es zunehmend Mails, welche mit Individualität glänzten: die konnten den Empfänger mit korrektem Namen ansprechen und gaben auch tatsächliche Adress- und Personaldaten an.
  • Man kann jedoch generell beachten: Banken, Zahl- und Kaufportale fordern niemals mit Hilfe eines eingebauten Links zum Einloggen in das Konto auf! Zudem ist eine generische Anrede zwar immer ein Indiz für Phishing, eine vorhandene korrekte Anrede jedoch nicht der Beweis für die Echtheit einer Mail.
  • Niemals über einen Link einloggen, der per Mail gesendet wird, sondern immer die betreffende Seite per Hand in die Adresszeile des Browsers eintippen und dort einloggen. Sollten tatsächlich Ankündigungen des entsprechenden Dienstes vorhanden sein, werden diese dort angezeigt.Zusätzlich ist es nach Möglichkeit ebenso zu unterlassen, über öffentliche/fremde WLAN-Netze Bankgeschäfte zu tätigen, da man nie genau weiß, ob (und im Ernstfall von wem) diese Netze protokolliert werden.
  • Niemals reale Daten in die Formularfelder eintragen! Unter Umständen können die Daten sogar bereits während des Tippens an die Betrügerdatenbank weitergeleitet werden, ohne dass man mit “weiter” bestätigt.