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Waffen für Flüchtlinge?!?! Ein Waffenfund auf einem Schiff sei angeblich als Möbellieferung für Flüchtlinge getarnt gewesen. “„Möbel“ für muslimische Einwanderer”. Doch die Bilder, welche diese Waffenladung zeigen, kennen wir bereits!

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Jeden Morgen, wenn ich mich an meinen PC setze, bekomme ich immer wieder Magenschmerzen. Ich sehe immer wieder irgendwelche völlig erfundenen Meldungen und Informationen, die mit irgendwelchen Bildern gespickt werden, welche aus völlig anderen Zusammenhangen stammen. Weder inhaltlich, noch zeitlich passen diese meist zusammen.

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Nein, ich habe nicht Bauchschmerzen, weil diese Falschmeldungen produziert werden, sondern ich habe Bauchschmerzen, weil ich abermals darauf hinweisen muss, dass es sich um eine Falschmeldung handelt. Eine politisch motivierte Falschmeldung. Zudem noch deutlich zu entlarven. Denn weiß ich auch diesmal wieder: die Aufklärung wird dem Fake lediglich hinterherlaufen können.

“Fund von 14 Containern voller Waffen, die als „Möbel“ für muslimische Einwanderer getarnt waren”

So lautet die Überschrift eines Artikels von “BRD-Schwindel” [1]. Gleich auf den ersten Blick in den Artikel habe ich die Bilder erkannt: diese wurden nicht das erste Mal genutzt! Es handelt sich um Bilder von Containern des Schiffs „Haddad 1“, welches unter bolivianischer Flagge von der Türkei nach Lybien unterwegs war, nordöstlich von Kreta gestoppt und in den Hafen von Heraklion eskortiert, wo man die Ladung inspizierte. Diese Bilder stammen aus dem Jahr 2015.

Grund der Inspektion: Die Vereinten Nationen haben über Libyen ein Waffenembargo verhängt, sprich: keine Waffen, keine Munition, nicht mal ‘ne Steinzwille darf nach Lybien. Nun stand jener Frachter aber unter Verdacht, dass diese Waffenlieferung evtl. doch nach Libyen gehen sollte, welches dann unangenehme Konsequenzen haben werde, so der Sprecher der griechischen Küstenwache. So lautet es im STANDARD:

Ein Sprecher des türkischen Außenministeriums bestätigte, dass das Schiff Waffen transportiert habe. Die Fracht sei vollständig dokumentiert und für die sudanesische Polizei bestimmt. Zudem habe der Frachter Baumaterialien für Libyen transportiert. Sollten sich die Dokumente jedoch als falsch erweisen, werde dies Konsequenzen haben, ergänzte der Sprecher.

Damals wurde ebenso durch “Alternative Medien” verbreitet, dass es sich um geheime Lieferungen für den “Migrantenwaffe-Tag” handelt. Sprich: alle muslimischen Migranten werden bewaffnet, um einen Krieg zu beginnen. Das ist exakt ein Jahr her. [2]

Nun ist es wieder so weit

Im Oktober 2016 kommen diese Bilder wieder auf den Tisch. Angeblich darf und wird niemand darüber berichten …. “Trump scheint recht zu haben”.

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(Screenshot: BRD-Schwindel)

Das ist natürlich eine völlig unsinnige Aussage, zudem ja bereits vor einem Jahr schon diese Bilder im Umlauf waren. Jeder, wirklich jeder kann unter dem Stichwort “Haddad 1” (der Name des Schiffes) sich über die Hintergründe der Bilder informieren, sowie auch sehen, dass sowohl berichtet wurde, aber auch dieser Waffenfund NICHT neu ist, sondern bereits 12 Monate alt.

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