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Die unrechtmäßige Nutzung von KinoX wird den unzähligen Empfängern dieser E-Mail vorgeworfen. Diese E-Mails sind jedoch nicht echt!

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Mimikama: Warnung

Aus Sicherheitsgründen werden Abmahnungen in Deutschland in der Regel in schriftlicher Form zugestellt, auch wenn Kanzleien via E-Mail abmahnen dürften. Somit stellen sie aber sicher, dass der Empfänger die Abmahnung erhalten hat und die Kanzlei kann nachweisen, dass sie tatsächlich abgemahnt haben. Auf die postalische Zustellung verzichtet man daher nicht, auch wenn man per E-Mail vorab abmahnt.

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In welchem Maß die Nutzung derartige Angebote eine Urheberrechtsverletzung darstellt, wurde noch nicht vom höchsten Gericht geklärt, da auch keine komplette Datei – mit der Endung .avi, .mp4 etc. – auf die Festplatte gespeichert wird. Selbst wenn eine Urheberrechtsverletzung stattfindet, so würde das auf einem Streaming-Hoster und nicht beim Kino-Portal selbst stattfinden.

Um anhand der IP-Adresse an die Nutzer gelangen zu können, müsste die abmahnende Kanzlei den vollen Zugriff auf die Server dieses Portals haben und dafür müssten diese beschlagnahmt werden, so Medienanwalt Tobias Röttger

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Ruhe bewahren

Wer eine Abmahnung in dieser Form / zu diesem Thema erhält, sollte Ruhe bewahren. Denn:

  • Ist diese Art von Abmahnung sinnlos, da die Kanzleien keinen Zugriff auf die Server hat
  • Das Gericht hat noch nicht entschieden, ob die Nutzung eine Urheberrechtsverletzung darstellt

Auch eine Fake-Abmahnung verfügt über einen Absender (meistens Rechtsanwaltskanzleien) und ein Aktenzeichen. Empfänger können den Wahrheitsgrad dieses Briefes überprüfen indem sie die Angaben zum Absender online überprüfen (Existiert diese Kanzlei wirklich? Stimmt auch die im Brief angegebene Bankverbindung mit der im Impressum überein?) aber auch in der Kanzlei anrufen (Gibt es dieses Aktenzeichen?).

Strafanzeige? Werden Kinox.to Nutzer jetzt strafrechtlich verfolgt?

Rechtsanwalt Tobias Röttger, LL.M. - gulden röttger | rechtsanwälteTobias Röttger von “Gulden Röttger Rechtsanwälte” schreibt dazu:

Wir schätzen die Gefahr als äußerst gering ein, dass eine strafrechtliche Verfolgung der Kinox.to Nutzer stattfindet. Es besteht kein öffentliches Interesse daran, jemanden strafrechtlich zu belangen, der nur einen Film im Wege des Streamings konsumiert hat. Es werden heutzutage noch nicht einmal die Nutzer von Tauschbörsen strafrechtlich verfolgt, die urheberrechtlich geschützte Filme an Dritte verteilen. Daneben ist es äußerst umstritten, ob das Konsumieren eines illegalen Streamingangebotes überhaupt eine Urheberrechtsverletzung darstellt, was aber die Voraussetzung für eine strafrechtliche Verfolgung wäre.

Mehr zu dem Thema gibt es am 10.12.2015 um 19:00 Uhr in unserem gemeinsamen Event mit Gulden Röttger Rechtsanwälte.

Artikel via tarnkappe.info von Özlem / Mimikama

Artikel Vorschaubild: Piotr Marcinski / Shutterstock.com