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Das gemeine an Fakenews ist, dass sie nach außen hin so konzipiert sind, dass man sie für eine echte Nachrichtenmeldung hält. Man soll davon ausgehen, dass der Inhalt eine ernste Information ist. Sie soll schlichtweg glaubhaft sein, ist jedoch inhaltlich letztendlich frei erfunden. Um diese Scheinglaubwürdigkeit aufzubauen, bedienen sich die Autoren von Fakenews bestimmten Elementen.

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Gemeinsam gegen Fakes, Fake-News und anderen Unwahrheiten im Internet. Bitte hilf mit!

Das wohl wichtigste Element ist die Optik von Fakenews. Dabei spielt es eine große Rolle, dass sie wie eine Zeitung oder Newswebseite erscheinen. Ein häufig angewandter Trick ist hierbei das Imitieren von bekannten Webseiten. Die Autoren von Fakenews schrecken hierbei vor Urheberrechtsbrüchen oder unerlaubter Nutzung von Logos zurück. Da diese Fakeseiten anonym betrieben werden, ist es recht schwierig, die jeweiligen Autoren zu ermitteln.

Ein aktuelles Fakenews Beispiel gibt sich als die BILD aus und informiert über TV Geräte der Marke Samsung, welche aufgrund eines Jubiläums nur 1,99 € kosten. Dahinter steckt eine gefälschte Webseite, welche der BILD Webseite nachempfunden ist, sowie ein Haufen Affiliate Gewinnspiele, bei denen der Autor dieser Fakenews Provisionen abstauben dürfte.

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Echte Fakenews!

Hier lautet es “Samsung verkauft diese Woche in Deutschland 10.000 neue Samsung Smart TV SUHD (4K) 55“ für nur 1,99 €!”. An dieser Stelle liefern wir gerne mal eine kleine Kostprobe, wie so eine pseudoredaktionell erstellte Meldung sich liest. So klingen Fakenews:

Hier ist der Grund, warum Samsung sein neues SmartTV-Modell im Wert von 2.600 €/Stück für nur 1,99 € verkauft!

Diese Woche feiert Samsung seinen 30. Geburtstag in Europa. Heute vor 30 Jahren brachte Samsung seine ersten Produkte in mehreren europäischen Hauptstädten – Rom, London, Amsterdam, Paris, Berlin und Madrid – auf den Markt. Seitdem hat sich Samsung zu eines der am schnellsten wachsenden Unternehmen mit den günstigsten elektronischen Verbrauchgütern in Europa entwickelt, darunter: Smartphones, Fernseher, Waschmaschinen und Kühlschränke.

Dazwischen werden gerne auch mal Fake-Interviews eingebaut, was auch hier der Fall ist:

Herr Fischer, Vertriebsleiter von Samsung Deutschland, sagte uns: „Wir sind fest davon überzeugt, dass wir mit einer solch tollen Werbeaktion in Europa und ganz besonders in Deutschland einen großen Marktanteil dazugewinnen werden. Wir gehen davon aus, dass diese Kunden Bestandkunden werden. Sie werden ihrer Familie und ihren Freunden von dieser großartigen Aktion erzählen und wahrscheinlich werden so mehr Leute von uns erfahren und unsere Produkte kaufen.“

Das ganze wird dann optisch als BILD präsentiert und man hat einen Quasi-Artikel vorliegen.

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Man kann sich als Faustregel für kommerziell betriebene Fakenews immer merken:

  • ein pseudoredaktionell erstellter Inhalt, der keinen Wahrheitsgehalt trägt
  • eine Darstellung in Form einer News/Nachrichtenwebseite, die jedoch letztendlich keine ist
  • Inhalt spricht ein Verlangen/eine Angst (in diesem Falle nur Verlangen) an
  • dem Verfasser ist der Inhalt egal, es geht darum, Werbung anzuzeigen, bzw. Werbelinks wirksam einzubauen

61 Provisionslinks

Quer durch den Artikel ist unter den verschiedensten Schlagworten immer derselbe Provisionslink hinterlegt, mit dessen Hilfe man auf verschiedene Affiliates geleitet wird. Es handelt sich dabei um einen Javascript Befehl:.

javascript:void(0)

Dieser Befehl ist an genau 61 Stellen platziert. Neu ist an dieser Stelle die Implementierung mit Hilfe eines Javascripts. Der Vorteil liegt hierbei auf der Hand: das Script kann auf den Klick hin aus einem Pool von vordefinierten Adressen immer auf eine andere Webseite verlinken. So können viele verschiedene Affiliateprogramme bedient werden.

Viele dieser verlinkten Affiliateprogramme stellen ein Gewinnspiel für Technikprodukte dar, so dass die Verlinkung plausibel wirkt. Es handelt sich um Gewinnspiele im Rahmen eines Provisions-Partnerprogramms, in dessen Fokus die Datenerhebung der Teilnehmer steht. Im Gegenzug zu der Gewinnmöglichkeit überreicht man die eigenen kompletten Adressdaten an Datenhändler, die diese verkaufen dürfen. Gleichzeitig meldet man sich bei der Teilnahme automatisch beispielsweise bei bis zu 70 Newslettern an und kann auch auf postalischem und telefonischem Wege mit diversen Werbeanrufen rechnen.

Am Ende bekommt derjenige, der über den Link auf Facebook die Nutzer zur Teilnahme gelockt hat, eine Provision für jeden Teilnehmer ausgezahlt.

Technische Informationen zum Link

WIr haben den Link zu der Fakenews abgespeichert und geben diese auf Anfrage von Rechtsabteilungen oder Pressekontakten gerne heraus.