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Der Name des Dienstes “bet-at-home” wird derzeit in Betrügermails missbraucht. In einer sauber aufgebauten Mail wird der Empfänger über eine Zahlung an bet-at-home informiert, welche natürlich nie stattgefunden hat.


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Diese Mail greift jedoch wieder das weit verbreitete Muster der Rechnungsmails auf, welches wir in den letzten Monaten bereits öfter beschrieben haben. Dieses Muster erweist sich als gefährlich ist und irritiert ihre Empfänger: die Mail täuscht vor, eine Rechnung zu sein und informiert über eine stattgefundene Transaktion. Dabei bedient sie sich realer Elemente, wie z.B. echt existierenden Verkäufern, Artikeln und auch Summen.

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Die nun vorliegende Mail informiert über einen angeblichen kauf bei “bet-at-home” und lautet im Klartext:

Guten Tag Frederik […],
Sie haben eine Zahlung über € 450,00 EUR an bet-at-home.com (paypal@bet-at-home.com) gesendet.
Alle Details zu dieser Zahlung finden Sie in dieser E-Mail.


Verkäufer
bet-at-home.com

paypal@bet-at-home.com

Mitteilung für Verkäufer
Sie haben keine Mitteilung eingegeben.

Lieferadresse
Frederik […][…]@gmx.com
Versanddetails
Der Verkäufer hat noch keine Versanddetails angegeben.

Der Name in der E-Mail deckt sich mit dem realen Namen des Empfängers. Diese Mail soll ihren Empfänger dahingehend beeinflussen, dass man über den eingebetteten Link den vorgetäuschten Kauf stornieren will. Dies wäre jedoch ein Fehler!

Phishing!

Der Phishingschutz von Kaspersky Internet Security schlägt direkt an: es handelt sich bei der Mail und ihrem eingebauten Link um einen Betrugsversuch!

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Ohne Schutzmechanismen spielt der Phishingvorgang seine bis dato überzeugend klassische Masche weiter ab und lässt den Empfänger in Richtung falle tappen. Auffällig auch hier die Konstruierte Adresse: “secure-gateway-paypal.eu”.

Auch hier bietet sich ein altbekanntes Bild: Eine fingierte Seite öffnet sich, die sich auf den Inhalt der Mail bezieht und glaubhaft eine Stornierung darstellt.

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In ausführlicher Weise wird der Besucher über die Stornierung informiert und somit ein eine Pseudosicherheit aufgebaut. Dieser Phishingvorgang fällt nicht sofort mit Login-Formularen auf den Besucher, sondern konzentriert sich zunächst auf die Schaffung einer Vertrauensbasis.

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Wer nun an dieser Stelle meint, alle Daten geprüft zu haben und sich auf eine “Stornierung” einlässt, wird in die eigentliche Falle geleitet. Ein Loginbildschirm wartet, auf dem sogar bereits das Feld der E-Mail Adresse vorausgefüllt ist.

Man muss deutlich sagen: hier wurde mit einem hohen Maß an Details gearbeitet, um dem Empfänger eine vertrauenswürdige Umgebung zu erstellen.

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Im Anschluss an diese gefälschte Formularfelder öffnen sich noch weitere Seiten, welche Daten abfragen. Insgesamt versuche Betrüger hier, die Anmeldedaten, Adressdaten und Bankdaten zu erschleichen. Ebenso wird versucht, mit einer authentisch klingenden Mail den Besucher in Sicherheit zu wiegen. Die dargestellten Felder sollen nun verleiten, die eigenen Daten dort einzugeben, welche jedoch direkt in einer Betrügerdatenbank landen.

Allgemeine Phishingwarnung:

  • Phishing E-Mails versuchen grundsätzlich so auszusehen, als stammen sie von dem entsprechenden Unternehmen. Mit diesen versuchen Betrüger, an persönliche Daten zu kommen, vorzugsweise Bank- Kreditkarten oder sonstige Zahldaten.
  • Eine Schutzsoftware ist hilfreich! Bei aktualisierten Datenbanken und entsprechender Heuristik werden schädliche Seiten oftmals blockiert. Wir nutzen hierfür eine Kaspersky Schutzsoftware.
  • Die eigentliche “Kunst” dieser Mails ist die Geschichte, mit welcher der Empfänger dazu verleitet werden soll, der E-Mail zu trauen und den eingefügten Link zu öffnen. Hier spielen Ausdruck, Grammatik und Rechtschreibung, sowie Plausibilität und auch Individualität eine sehr große Rolle. Speziell in der jüngeren Vergangenheit gab es zunehmend Mails, welche mit Individualität glänzten: die konnten den Empfänger mit korrektem Namen ansprechen und gaben auch tatsächliche Adress- und Personendaten an.
  • Man kann jedoch generell beachten: Banken, Zahl- und Kaufportale fordern niemals mit Hilfe eines eingebauten Links zum Einloggen in das Konto auf! Zudem ist eine generische Anrede zwar immer ein Indiz für Phishing, eine vorhandene korrekte Anrede jedoch nicht der Beweis für die Echtheit einer Mail.
  • Niemals über einen Link einloggen, der per Mail gesendet wird, sondern immer die betreffende Seite per Hand in die Adresszeile des Browsers eintippen und dort einloggen. Sollten tatsächlich Ankündigungen des entsprechenden Dienstes vorhanden sein, werden diese dort angezeigt.Zusätzlich ist es nach Möglichkeit ebenso zu unterlassen, über öffentliche/fremde WLAN-Netze Bankgeschäfte zu tätigen, da man nie genau weiß, ob (und im Ernstfall von wem) diese Netze protokolliert werden.
  • Niemals reale Daten in die Formularfelder eintragen! Unter Umständen können die Daten sogar bereits während des Tippens an die Betrügerdatenbank weitergeleitet werden, ohne dass man mit “weiter” bestätigt.