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Die Banane wie wir sie kennen wird es wohl bald nicht mehr geben – so heißt es in den Medien. Doch müssen wir in Zukunft auf unsere geliebte Banane verzichten?

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Wie der ‘Kurier’ und ‘ZDF heute’ berichteten, wird die weltweit gängigste Bananensorte “Cavendish” durch Pilzbefälle bedroht.

Monokulturen sind besonders anfällig für Epidemien, so auch die allseits beliebte Banane. Genauer gesagt die Sorte “Cavendish”.

“Cavendish” vom Aussterben bedroht?

Bereits in den 1960er Jahren ereilte die damals vertriebene Sorte “Gros Michel” durch die Panamakrankheit (Pilzstamm TR1) ein ähnliches Schicksal.

Die “Cavendish” löste durch ihre TR1-Resistenz somit die “Gros Michel” ab, doch gegen den TR4-Stamm scheint sie machtlos und eine für den Massenanbau taugliche Alternative ist noch nicht in Sicht.

Der Anbau in Monokulturen intensiviert die verheerenden Auswirkungen eines Krankheitsbefalls nochmal.

Chikelu Mba, ein nigerianischer Pflanzengenetiker erklärt zum Thema Monokultur folgendes:

„Damit die mechanische Verarbeitung funktioniert, braucht man Standardisierung. Daher konzentriert sich der Massenanbau nur noch auf wenige Pflanzensorten. Wenn du eine Erntemaschine in dein Feld schickst, dann willst du Pflanzen da stehen haben, die auf dieselbe Höhe wachsen, am selben Tag reif sind und so weiter. Diese Uniformität gefährdet unser Nahrungssystem, weil schon eine einzelne Krankheit alles ausrotten kann.“

Aggressiver, widerstandsfähiger Pilzstamm TR4

Laut der UN-Welternährungsorganisation FAO könne der Pilz Jahrzehnte in der Erde überleben, denn das Bananensterben ist keineswegs neu. Bereits seit seiner Entdeckung in Südostasien in den Neunzigerjahren breitete sich TR4 sowohl in Afrika, als auch im Nahen Osten aus.

Die “Cavendish” könnte aussterben, wenn der Pilz den weltweit größten Bananenproduzenten bzw. das größte Exportland, erreichen würde: Indien und Ecuador.

Es gibt 1.500 registrierte Bananensorten. Als direkter Ersatz kommt wohl keine davon infrage. Mba sieht die jedoch auch als neue Chance:

“Vielmehr sollte es ermutigen, neue krankheitsresistente Sorten zu züchten, die vielleicht sogar nahrhafter sein könnten.”

Leise Hoffnung

Edie Mukiibi, Agrarwissenschaftler und Vizepräsident von Slow Food International aus Uganda, setzt sich für lokale Gastronomie und nachhaltige Landwirtschaft ein favorisiert traditionellere Möglichkeiten.

Kleinbauern in seinem Land  haben die umgangssprachliche “Welkekrankheit” in den Griff bekommen.

Durch Quarantänemaßnahmen und eine größere Vielfalt an Bananen möchte Mukiibi die Situation qualitativ bessern.

„Die Menschen, die Bananen essen, verdienen etwas Besseres als das, was sich derzeit in europäischen oder amerikanischen Regalen findet“,

sagt er.

Quellen: Kurier, ZDF heute, Wikipedia