Hennef: Am 18.02.2017 gegen 21:30 Uhr teilte ein Anwohner der Westerwaldstraße in Uckerath mit, dass sich seine Nachbarin zu ihm geflüchtet habe, weil sie nach heftigem Streit befürchte von ihrem betrunkenen Ehemann geschlagen zu werden.

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Bei Eintreffen der Polizei musste diese feststellen, dass alle Erwachsenen der Familie volltrunken waren.

Die 28-jährige Mutter stillte mit 1,8 Promille ihren zwei Monate alten Säugling, ihr 32-jähriger Mann und ihr 50-jähriger Vater lagen ebenfalls an der 2 Promillelinie.

Die weiteren Kinder im Alter von 6 und 4 Jahren machten einen sichtlich verhaltensgestörten Eindruck.

Die alkoholisierten Erwachsenen waren zunehmend aggressiv und uneinsichtig, aufgrund des offensichtlich gefährdeten Kindeswohls wurde der Bereitschaftsdienst des Jugendamtes Hennef alarmiert, der vor Ort erschien und nach Inaugenscheinnahme der bestehenden Situation eine Inobhutnahme der Kinder für erforderlich erachtete.

Aufgrund vorhandener Sprachbarrieren wurde eine Dolmetscherin hinzugezogen, die die jugendamtlichen Maßnahmen erläuterte um bereits angekündigte Widerstandshandlungen nicht aufgrund sprachlicher Verständigungsschwierigkeiten aufkommen zu lassen.

Als die Familie sich weiter uneinsichtig zeigte und widerholt eine körperliche Auseinandersetzung androhte, wurden weitere Polizeikräfte hinzugezogen, um die sich eskalierende Situation zu stabilisieren.

Während der Maßnahmen des Jugendamtes wurden die aggressiven männlichen Familienmitglieder vorsorglich gefesselt. Während die Kinder in einer Kindernotstelle untergebracht wurden, wurde der apathisch wirkende Säugling der Kinderklinik zugeführt.

Nach der Inobhutnahme konnte die Emotionslage der Angehörigen so weit beruhigt werden, dass der Einsatz ohne körperliche Auseinandersetzung nach 3,5 Stunden beendet werden konnte.

Die Eltern erwartet eine Strafanzeige und weitere Maßnahmen durch das Jugendamt.

Quelle: Polizei Rhein-Sieg-Kreis

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