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Ach komm, haben da jetzt Viele ein neues Hobby gefunden? Fakes getarnt als News zu verbreiten? Augenscheinlich ist das so und wenn man genau liest und hinschaut gehen viele dieser Fakes auch in Ordnung.

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Manche sind halt gut gemacht, andere schlechter. Doch sie haben alle etwas gemeinsam: sie lagern auf der Webseite “24aktuelles.com”. Und das bedeutet: man sollte unter dieser Adresse keine echten News erwarten.

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Bekannt wurde diese Plattform durch die Clownwarnungen: wir haben auf dieser Plattform weit über 400 Fakemeldungen bezüglich Horrorclowns gefunden. So langsam beginnt bei vielen Nutzern jedoch bezüglich Clownwarnungen eine gewisse Grundskepsis zu entwickeln, so dass viele Teilnehmer sozialer Netzwerke bereits die Quelle “24aktueelles” in Bezug auf Clownwarnungen kennen und somit direkt wissen: diese Meldung ist erfunden.

Mittlerweile rückt auch der Charakter der Warnungen, welche dort veröffentlicht werden, immer mehr in den Bereich der grotesk-absurden Informationen.

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Daher kann man davon ausgehen, dass die Clownwarnungen in den kommenden Tagen seltener werden, da zum einen “Halloween” in einigen Tagen gewesen ist, zum anderen das Thema auch so langsam ausgelutscht ist.

Man kann ja anders Faken

Dennoch wird die Plattform “24.aktuelles.com” als wahrscheinlich der große Sieger aus der Clownwarnwelle heraustreten, da viele Nutzer gemerkt haben, wie einfach und auch durchaus effektiv hier Fakemeldungen erstellt werden können. Um es ein weiteres Mal zu verdeutlichen: die Seite dient der Unterhaltung und dem Zwecke erfundener Newsmeldungen. 24aktuelles sagt über sich selbst:

24aktuelles.com – ist eine Internetseite die zur Unterhaltung dient, die falschen News werden von unseren Usern verfasst. Alle Nachrichten dieser Seite sind frei erfunden und fiktiv, es ist alles nur Spaß! Keine der Fake News sollte ernst genommen werden oder als seriöse Informationsquelle benutzt werden.

Man kann aber nicht alles machen

Dennoch: auch auf 24.aktuelles wird nicht alles geduldet: Leser haben die Möglichkeit, Inhalte zu melden. Unter jedem Artikel findet sich der verlinkte Hinweis “Einen Missbrauch melden”, welcher eine E-Mail an [email protected]” darstellt und als Betreff die entsprechende URL des Artikels trägt. Damit dürfte nun klar sein, wo (zumindest redaktionell) die Beschwerdemails der Seite “24aktuelles” landen. Schaut man sich die Webseite von Mediavibes an, so findet man eine Kontaktadresse in Belgien (Eupen), direkt an der deutschen Grenze.

Dass Inhalte auch gelöscht werden, bestätigt das folgende Beispiel: eine dieser erfundenen Meldungen spricht vom Tod der Kanzlerin Merkel.

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Bei dieser Meldung wurde definitiv eingegriffen und der Inhalt wurde gelöscht. Verfolgt man nun den Link, öffnet sich auf der Webseite der deutliche Inhalt:

Der Witz ist gelöscht worden

Der Witz ist von einer anderen Person gelöscht worden

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Daher bleibt zu beobachten, wie auf 24aktuelles mit den vielen Panikmeldungen auf Dauer umgegangen wird.

Wir werden nicht einzeln thematisieren

Aufgrund der hohen Anzahl an Falschmeldungen und auch der einfachen Erklärung dazu werden wir nicht jede Falschmeldung einzeln aufklären, welche auf der Seite 24aktuelles zu finden ist. Dennoch kann es möglich sein, dass hin und wieder eine Meldung, die hier ihren Ursprung hat, bei uns erscheint, sofern sie von Dritten aufgeschnappt wurde und auch verarbeitet wurde. (Beispielsweise Blogs oder Facebookposts, die ihre Behauptungen aus einem Artikel auf 24aktuelles beziehen).

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