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Bergstraße/ Viernheim – Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei nach dem Babyknochenfund im Viernheimer Wald am 9. September 2017 dauern weiterhin an.

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Nach der Veröffentlichung von Bildern und den näheren Umständen zum Fund (wir haben berichtet), sind bisher etwa 20 Hinweise bei der dafür eingerichteten Arbeitsgruppe (AG) „Kitz“ eingegangen. Ein Hinweis zu dem abgebildeten Original-Body kam von einer Frau aus Neckargemünd, die durch die Berichterstattung in den Medien auf den Fall aufmerksam wurde.

Die Frau gab einen Hinweis auf einen nahezu ähnlichen Body mit gleichem Muster in einem Internetportal für Kleinanzeigen. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Hersteller des Bodys identisch zu dem Body des toten Jungen ist.

Ein Label mit den entsprechenden Herstellerinformationen haben beide Bodys nicht.

Mit der Veröffentlichung von Bildern des Vergleichsmodells hofft die AG „Kitz“ weitere Informationen zu der Herstellerfirma sowie zu den letzten Käufern zu erhalten.

Mit diesen und anderen Fragen bittet die AG „Kitz“ die Öffentlichkeit abermals um Mithilfe:

  • Wer ist der Hersteller des Bodys?

  • Wo und in welchem Zeitraum wurde dieser verkauft?
  • Wer kennt eine Frau oder eine Familie, die während der Schwangerschaft oder kurz nach der Geburt eines Kindes aus dem Bereich Viernheim oder Bergstraße verzogen ist/ sind?
  • Wem ist die gesuchte modische Wickeltasche der Firma „Lässig“ mit besticktem Logo in Form eines Rehkitzes in Kombination mit dem Body aufgefallen?
  • Ist die Wickeltasche als gebrauchte Tasche in den Raum Viernheim/ Bergstraße weiterverkauft worden?

Alle Informationen zu dem Fall sind auch auf der Internetseite der Polizei Hessen unter www.polizei.hessen.de abrufbar.

Die AG „Kitz“ hat ein Hinweistelefon geschaltet, das rund um die Uhr unter der 06151 / 969-1111 zu erreichen ist.

Quelle: Polizeipräsidium Südhessen



Viernheim – Nach dem Fund von sterblichen Überresten eines Säuglings steht fest, dass ein junges Leben viel zu früh geendet ist. Doch wer war der Junge, dessen Knochen ein Pilzsammler am 09. September 2017 im Viernheimer Wald in einer Wickeltasche gefunden hatte und wie ist er gestorben?

Vor diesen Fragen stehen Staatsanwaltschaft und Polizei und schließen ein Verbrechen nicht aus.

Zur Klärung des Falls hat die Kriminalpolizei in Heppenheim die Arbeitsgruppe (AG) „Kitz“ eingerichtet. Mit einem Fahndungsaufruf wenden sich die Ermittler jetzt an die Öffentlichkeit und hoffen so, weitere wichtige Hinweise zur Identität des Säuglings oder seiner Mutter zu erlangen.

Nach dem Fund wurden umgehend umfangreiche rechtsmedizinische Untersuchungen veranlasst, deren erste Ergebnisse jetzt vorliegen.

Fest steht, dass die Knochen von einem neugeborenen Jungen im Alter zwischen einer und drei Wochen stammen. Die sterblichen Überreste des Säuglings befanden sich in einer modernen schwarzen Wickeltasche. Wie lange der Junge schon tot ist und wie er zu Tode kam, kann derzeit noch nicht gesagt werden. Die Ermittlungen hierzu dauern weiter an.

Zum Zeitpunkt des Todes war der kleine Junge mit einem auffällig gemusterten kurzärmeligen Body mit Kapuze bekleidet. Er konnte ebenfalls, wie auch zwei Trinkfläschchen, in der Wickeltasche gefunden werden.

Die aufgefundenen Gegenstände, insbesondere in der Kombination zusammen, sind für die Ermittler wichtige Beweismittel, von denen sie sich erhoffen, weitere Hinweise zur Identität des Jungen oder auch seiner Mutter zu bekommen.

Die schwarze Wickeltasche des Herstellers „Lässig“ ist auf der Vorderseite mit dem Firmenlogo in Form eines Rehkitzes bestickt. Die zur Tasche gehörende Wickelauflage, eine kleine herausnehmbare Tasche sowie ein Isolierflaschenhalter befanden sich nicht in der aufgefundenen Tasche.




Der kurzärmelige Body mit Kapuze ist in der Grundfarbe weiß mit blauen Aufdrucken, von Seehunden, Seesternen mit Gesicht und der Aufschrift „SPLASH“.

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Ermittlungen zu den aufgefunden Babyfläschchen haben ergeben, dass diese ausschließlich über eine Drogeriemarktkette vertrieben werden und seit 2013 im Handel erhältlich sind.

Mit folgenden Fragen richten sich die Ermittler an die Öffentlichkeit:

Wer hat einen Säugling mit dem abgebildeten Strampelanzug gesehen, insbesondere in Kombination mit der Wickeltasche und/oder den Fläschchen? Wer kann Hinweise zum Hersteller und zu Verkaufsstellen des Bodys geben? Wem ist im Bereich des Viernheimer Waldes eine Person mit der abgebildeten Wickeltasche aufgefallen? Wem ist eine werdende Mutter aufgefallen, zu der später das Kind fehlte?

Die AG „Kitz“ hat unter der Rufnummer 06151 / 969-1111 rund um die Uhr ein Hinweistelefon geschaltet.

Weiterhin hat die Staatsanwaltschaft Darmstadt eine Belohnung in Höhe von 2.500 Euro ausgesetzt, die zur Ermittlung und Ergreifung des oder der Täter führen.

Der kleine Junge wird auf Initiative des Bürgermeisters der Stadt Viernheim zeitnah auf dem Friedhof in Viernheim beerdigt und kann dort seine letzte Ruhe finden. Der Termin der Beerdigung steht noch nicht fest.

Quelle: Polizeipräsidium Südhessen