Aktuell werden wir mit Anfragen konfrontiert, ob die auf Facebook kursierend Bilder mit Vögeln in Plastikflaschen ein Fake sind, oder, wenn nicht, was die Hintergründe dazu sind.

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Als erstes müssen wir (leider) sagen: Weder die Fotos noch die Geschichte dazu sind ein Fake.

Hintergründe

Tatsächlich handelt es sich hier um eine beliebte Methode, um spezielle Vogelarten zu schmuggeln. Im aktuellen Fall wurde am Montag, 04.05.2015, ein Mann in Indonesien am Zoll mit 23 Tieren erwischt.

Bei 22 der Vögeln handelt es sich um die stark von Aussterben gefährdeten Gelbwangenkakadus („yellow-crested cockatoos“), der 23. im Bunde war ein grüner Papagei.

Hinweis: Die gefährdeten Gelbwangenkakadus sind nicht mit den GelbHAUBENkakadus zu verwechseln, welche als nicht gefährdet klassifiziert werden.

Von den Gelbwangenkakadus sollen weltweit nur noch rund 7000 Exemplare leben – Tendenz sinkend.

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Ein Gelbwangenkakadu, wie wir ihn gerne sehen – Quelle: Wikipedia.org

Die Tiere werden in Flaschen geschmuggelt, um sie davon abzuhalten mit den Flügeln zu schlagen und so Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

Auf dem Schwarzmarkt soll pro Exemplar ein Preis von bis zu 1000$ erzielt werden können. Der illegale Handel mit Wildvögeln boomt: Jedes Jahr sollen alleine auf Halmahera (eine indonesische Insel) 10‘000 Papageienvögel für den Verkauf gefangen werden, wobei anschliessend rund 40% während des Schmuggels verenden.

Nach der Befreiung nahm sich ein Tierarzt dem Wohl der Tiere an, es wurde aber keine Auskunft über ihren Gesundheitszustand gegeben.

Autor: Roman, mimikama.at

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