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Das Internet vergisst nie und so kommt es, dass immer wieder Bilder auftauchen, die gar nicht mehr aktuell sind.

So wie auch im Falle der Rasierklingen, die unter einem Aufkleber versteckt wurden.

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Folgende Anfrage erreichte uns über unser Meldeformular:

“Ich habe dieses Bild auf 9gag gefunden. Demnach sollen in Deutschland ( Städte nicht weiter spezifiziert) solche Aufkleber hängen. Mit Rasierklingen dahinter. Den Link zum Bild findet ihr im Verweis. Ebenso findet sich auf dem Bild eine Beschreibung (auf englisch). Könntet ihr das nachprüfen, ob das stimmt? Ob das nur Einzelfälle sind oder es tatsächlich systematisch gemacht wird.”

Es handelt sich dabei um dieses Image:

image

Da wir dieses Bild schon einmal geprüft haben, können wir sofort folgende Antworten dazu abgeben:

Handelt es sich hierbei um einen Fake?

Nein

Woher stammte das Bild?

Das Bild wurde bereits im Jahre 2015 in Umlauf gebracht. Es handelt sich also dabei um kein aktuelles Foto mehr.

Gab es so einen Vorfall?

Ja und zwar ein einziges Mal. Dies geschah im September 2015 in Würzburg

Die Polizei hat im Jahre 2015 folgende Presseinformation veröffentlicht:

7.9.2015 / Rasierklingen unter Anti-Islam-Aufklebern – Eine Person leicht verletzt

WÜRZBURG. Ein Unbekannter hat am vergangenen Wochenende im Bereich des Würzburger Hauptbahnhofs mehrere Anti-Islam-Aufkleber angebracht. Beim Versuch, einen davon zu entfernen, verletzte sich ein Student am Sonntag an einer Rasierklinge. Jetzt ermittelt die Kripo Würzburg.

Gegen 16.00 Uhr hatte der 22-Jährige den Aufkleber mit der Aufschrift „Gib Islam keine Chance“ an einem Ampelmast vor dem Hauptbahnhof bemerkt und versucht, diesen zu entfernen.

An einer darunterliegenden Rasierklinge verletzte sich der Student, wobei die Verletzungen glücklicherweise nur oberflächlich blieben.

Er informierte sofort die Polizei, woraufhin eine Streifenbesatzung im näheren Umfeld weitere derartige Aufkleber feststellte.
Von dem Täter fehlt bislang noch jede Spur.

Die Kriminalpolizei Würzburg hat vor Ort Spuren gesichert, die noch ausgewertet werden müssen. Im Rahmen seiner Ermittlungen setzt der Sachbearbeiter jetzt aber auch auf Hinweise aus der Bevölkerung.

Quelle: Polizei Bayern


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