Artikelbild Verschwörungsmythen: Shutterstock / Von Tero Vesalainen

Verschwörungsmythen: „Umstrittene Informationen zu Hanau“

Von | 24. Februar 2020, 9:55

In den vergangenen Jahren haben wir nach Terroranschlägen oder bestimmten globalen Phänomenen immer wieder Verschwörungsmythen dazu entdecken können, die mithilfe von Desinformation eine manipulative Sichtweise erschaffen haben.

Die Zusammenfassung zum Thema „Verschörungsmythen“:

Verschwörungsmythen bedienen sich wiederkehrender Narrative und beinhalten politische Strategien zur Destabilisierung bestehender Systeme. Dabei geht es häufig darum, Medien Lügen vorzuwerfen und Regierungen als handlungsunfähig darzustellen.

Es handelt sich dabei um Verschwörungsmythen, die bewusst politisch destabilisierend arbeiten und bestimmte Narrative in sich tragen: Medien würden Lügen, Regierungen seien schwach und instabil.

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Genau diese Verschwörungsmythen sind derzeit auch in Bezug auf die Terrormorde in Hanau auf Social Media unterwegs (wir haben berichtet). Auch diese Mythen sollen Unsicherheit schüren.

Diese Verschwörungsmythen, teilweise völlig realitätsfremd, werden teilweise aus persönlicher Überzeugung verbreitet, andererseits aber auch aus politischem Antrieb heraus, denn es geht um die Destabilisierung bestehender Systeme.

Irreführende Informationen & Verschwörungsmythen

Ob zum Terroranschlag in Brüssel 2016, zum Amoklauf in München 2016, ja sogar zum Brand von Notre Dame oder nicht zuletzt zum Coronavirus: Im Fahrwasser seriöser Medienberichterstattung finden sich immer manipulative Informationen, bzw. Verschwörungsmythen, die sich primär viral verbreiten.

Hierbei werden die Funktionen von Social Media optimal ausgenutzt, was wiederum auch ein wichtiger Bestandteil klassischer Fakenews ist: Als Information zu Verschwörungsmythen wird häufig die Anleitung gegeben, dass man den Inhalt nicht teilen, sondern neu hochladen und weitersenden soll.

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Das wiederum ist auf mehreren Ebenen eine Verstärkung des viralen Effekts, denn sollte die Information aus der Originalquelle einmal verschwinden, so gibt es dennoch unzählige Re-uploads. Gleichzeitig lässt sich wunderbar bereits darin ein Verschwörungsmythos einbauen, und zwar die Geschichte, dass dieses Video / das Bild / die Tondatei aufgrund ihrer vermeintlichen Brisanz gelöscht werden würde. Hier schwingt direkt der Zensurvorwurf mit und der Verschwörungsmythos legitimiert sich dadurch selbst.

Die stetigen Verschwörungsmythen setzen zudem auf einen ganz bestimmten Effekt: Wiederholungen! Indem ständig und überall das Narrativ auftaucht, Medien würden lügen und der Staat sei machtlos, manifestieren sich diese Aussagen schleichend. Dieser Effekt ist durchaus auch politisch, denn er erschafft Verunsicherung und lähmendes Misstrauen.

Das ist nicht neu und gerade in Bezug auf die 5G Technologie und auch Impfungen spürbar geworden: Speziell aufgrund von Desinformationen haben sich zu beiden Themen destruktive Verläufe gebildet, die einen Fortschritt lähmen. Das Vertrauen in bestehende (auch staatliche und Medienstrukturen) wird durch Verschwörungsmythen gestört.

Der Effekt nach Hanau

Dieser Effekt tritt nun auch nach den Terrormorden in Hanau auf. Nicht bewiesene Theorien sprechen von false flag Aktionen, von lügenden Medien oder einer Regierungsverschwörung. Teilweise wird auch das Bild aufgebaut, die Morde seien inszeniert, um einer bestimmten deutschen Partei einen Imageschaden zu verpassen.

Auch diese Mythen werden viral verbreitet. Videos und Tondateien werden ungeprüft auf WhatsApp oder Facebook verbreitet, verschiedene Behauptungen einfach in den Raum gestellt, ohne dass sie der Realität entsprechen. Das Ziel liegt nicht darin, Menschen wahrheitsgemäß zu informieren, sondern langfristig eine daraus resultierende Verunsicherung zu erschaffen. Sätze wie: „Man kann ja bald gar nichts mehr glauben!“ zeigen den schleichenden Effekt.

Fakten prüfen, besonnen reagieren, Verschwörungsmythen ausblenden

Die Faustformel ist im Grunde recht einfach: Wenn etwas eine reine Mutmaßung oder Spekulation ist, dann sollte man es auch als solches behandeln und sich auf Fakten stützen, anstatt waghalsige Geschichten zu verbreiten.

Speziell mit dem Wissen, dass hinter Verschwörungsmythen auch politische Intentionen stecken, sollte man grundsätzlich vorsichtig sein, unbewiesene Aussagen zu verbreiten. Hier macht man sich unbewusst zum Handlanger destruktiver politischer Strategien.

Artikelbild Verschwörungsmythen: Shutterstock / Von Tero Vesalainen

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