Kannst du uns einen kleinen Gefallen tun? Wenn jeder, der unsere Rechercheberichte liest und hilfreich findet, dabei hilft, diese zu finanzieren, wird es mimikama.at auch weiterhin geben. Folgende Möglichkeiten bieten wir an: via PayPal,via Steady, via Banküberweisung

Echte Bilder, aber fehlinterpretiert. Naturphänomene regen natürlich dazu an, erklärt zu werden. Doch manchmal kommt bei diesen Erklärungen ein falsches Ergebnis heraus.

- Sponsorenliebe | Werbung -

So wie beispielsweise die Erklärung zu einem Video, in dem man erkennen kann, wie zwei verschiedenfarbige Wassermassen aufeinander treffen. Eine helle Wasserfront flutet über die dunklere Wasserfläche, klar abgegrenzt und unvermischt. Bei diesem Schauspiel handelt es sich um keinen Fake und es hat das Potential, ein viraler Hit zu werden.

Wäre da nur nicht die falsche Erklärung: auf Facebook findet man derzeit ein Video, das exakt dieses Phänomen zeigt. In der Beschreibung wird erklärt, dass hier der Atlantische und der Pazifische Ozean aufeinander treffen würden und jeder Ozean seine eigene Wasserfärbung hätte. Diese Erklärung ist jedoch falsch, obwohl hier am Ende tatsächlich zwei verschiedene Wassermassen aufeinander treffen.

Die Erklärung ist recht einfach. Hier treffen nicht zwei Ozeane aufeinander, sondern hier trifft Süß- auf Salzwasser, welche unterschiedliche Dichten aufweisen. Es handelt sich zum einen um salzhaltiges Meerwasser und zum anderen um eisenhaltiges Schmelzwasser. Dieses Schmelzwasser stammt aus Flüssen an der Küste Alaskas. Da es gegenüber dem Meerwasser einen niedrigeren Salzgehalt hat, ist es leichter als das Salzwasser und legt sich somit wie ein Teppich über das Meerwasser, was dieses imposante Video zeigt, jedoch auch auf zahlreichen anderen Bildern dokumentiert wurde.

Viele dieser Bilder tragen jedoch auch die falsche Erklärung in ihrer Beschreibung, so wie dieses Bild, wo behauptet wird „WHERE TWO OCEANS MEET”.

Weder statisch, noch dauerhaft

In dem Artikel „Mythbusting ‚the place where two oceans meet‘ in the Gulf of Alaska” der Alaska Dispatch News klärt Ken Bruland, Professor der Universität von California-Santa Cruz, genauer auf und verweist darauf, dass dieser Effekt nicht immer an derselben Stelle auftritt, was damit zusammenhängt, wie stark die Sedimentierung ist und wie sich die Strömungen gerade verhalten.

„They do eventually mix, but you do come across these really strong gradients at these specific moments in time,“ he said. Such borders are never static, he added, as they move around and disappear altogether, depending on the level of sediment and the whims of the water.

Ebenso sagt Bruland, dass sich irgendwann die unterschiedlichen Wassermassen vermischen.

-Mimikama unterstützen-

Weil du diesen Bericht zu Ende gelesen hast…

Kannst du uns bitte einen kleinen Gefallen tun? Mehr Menschen denn je lesen die Artikel von mimikama.at, aber die Werbeerträge sinken rapide. Anders als andere Organisationen haben wir keine “Pay-Wall” eingerichtet, denn wir möchten unsere Inhalte für alle Interessierten so offen wie möglich halten. Der unabhängige Enthüllungsjournalismus von mimikama.at bedeutet jedoch harte Arbeit, er kostet eine Menge Zeit und auch Geld. Aber wir tun es, weil es wichtig und richtig ist, in Zeiten wie diesen Internetnutzer mit transparenten Informationen zu versorgen. Wir hoffen, dass du es schätzt, dass es keine Bezahlschranke gibt: Unserer Auffassung nach ist es demokratischer für Medien, für alle zugänglich zu sein und nicht nur für ein paar wenige, die sich dieses "Gut" leisten können. Durch deine Unterstützung bekommen auch jene einen Zugang zu diesen Informationen, die es sich sonst nicht leisten könnten. Wenn jeder, der unsere Rechercheberichte liest und mag, dabei hilft, diese zu finanzieren, wird es mimikama.at auch weiterhin geben.

Folgende Unterstützungsmöglichkeiten bieten wir an: via PayPal,via Steady