Banküberfall! Zumindest online. Letztendlich handelt es sich jedoch hierbei um eine Art Banküberfall, welcher am Bildschirm des Nutzers stattfindet. Ganz ohne Waffe und ohne Strumpfhose über dem Kopf, dennoch mit dem Resultat, dass am Ende das Konto leer ist. Der moderne Raub geschieht online.

-Produktempfehlung: Kaspersky lab-

Und er geschieht mit Hilfe von Phishingmails, die an Qualität in den letzten Jahren deutlich zugenommen haben. Es handelt sich dabei nicht mehr um schwach übersetzte Inhalte, sondern Phishingmails sind oftmals in sauberem Deutsch verfasst und tragen keine Fehler. Gleichzeitig sind sie auch technisch immer besser geworden. Die Grafiken sind stimmig, die Links klingen plausibel und mittlerweile existieren Phishingseiten sogar mit HTTPS gesicherten Verbindungen.

Eine aktuelle Phishingmail gibt sich als “Volksbank aus und versucht speziell Volksbankkunden in die Falle zu locken. An dieser Stelle ein wichtiger Hinweis: Erwähnte Bank hat mit der Betrugsmasche nichts zu tun. Sie selbst wurde hier Opfer, indem ihr Name missbräuchlich verwendet wird, um Nutzer in die Falle zu locken! Der Inhalt dieser E-Mail lautet im barrierefreien Klartext:

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde, Datum: 12.05.2017

bitte beachten Sie, dass Ihr Zugang zum VolksbankRaiffeisenbank – Online Banking in kürze abläuft, sofern Sie die Synchronität der SEPA-Umstellung in Ihrem Online Banking nicht aktualisieren. Um unser Angebot im Online Banking ohne  Unterbrechung fortzusetzen, klicken Sie bitte den unten stehenden Link zur manuellen Aktualisierung Ihres Logins.

Nach Durchführung der Anweisungen wird der Zugang zum Online Banking automatisch verlängert. Danach sind von Ihnen keine weiteren Schritte notwendig.
Somit wollen wir sicherstellen, dass Sie in Zukunft nicht auf Probleme bei Überweisungen oder Überträgen stoßen und die TAN-Generierung fehlerfrei verläuft!
Bankgeschäfte rund um die Uhr erledigen mit dem Volksbank – Online Banking! Machen Sie sich mit unserem Online Banking das Leben ein bisschen bequemer: Egal ob Sie Überweisungen vornehmen oder Wertpapiere kaufen möchten.

Bitte führen Sie die SEPA Umstellung im Volksbank – Online Banking umgehend durch um unnötige Verzögerungen und Fehler im Zahlungsverkehr zu vermeiden.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Volksbank

Optisch tritt diese Mail in folgender Erscheinung auf:

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Es handelt sich bei dieser Mail ganz klar um einen Phishingversuch. Das Ziel liegt darin, den Empfänger zum Aufrufen des Links unter dem Button “Sicherheitsprüfung” zu bewegen, welcher auf eine Phishingwebseite führt. An dieser Stelle hat unsere Kaspersky Internet Security den Inhalt blockiert:

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Ohne Blockade landet man auf einer Webseite mit der Adresse “vobasicher1. site”. Ärgerlich an dieser Stelle: die Verbindung zu dieser Webseite läuft HTTPS gesichert. Der Browser Chrome blendet an dieser Stelle das Wort “sicher” ein, man darf an dieser Stelle nicht verwechseln, dass damit die Verbindung gemeint ist, NICHT der Inhalt.

Inhaltlich handelt es sich um eine Phishingfalle, man befindet sich nicht auf den Seiten der Volksbank, sondern auf nachgebauten Webseiten, die dem Webauftritt der Volksbank nachempfunden sind.

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Allgemeine Phishingwarnung:

  • Phishing E-Mails versuchen grundsätzlich so auszusehen, als stammen sie von dem entsprechenden Unternehmen. Mit diesen versuchen Betrüger, an persönliche Daten zu kommen, vorzugsweise Bank- Kreditkarten oder sonstige Zahldaten.
  • Eine Schutzsoftware ist hilfreich! Bei aktualisierten Datenbanken und entsprechender Heuristik werden schädliche Seiten oftmals blockiert. Wir nutzen hierfür eine Kaspersky Schutzsoftware.
  • Die eigentliche “Kunst” dieser Mails ist die Geschichte, mit welcher der Empfänger dazu verleitet werden soll, der E-Mail zu trauen und den eingefügten Link zu öffnen. Hier spielen Ausdruck, Grammatik und Rechtschreibung, sowie Plausibilität und auch Individualität eine sehr große Rolle. Speziell in der jüngeren Vergangenheit gab es zunehmend Mails, welche mit Individualität glänzten: die konnten den Empfänger mit korrektem Namen ansprechen und gaben auch tatsächliche Adress- und Personendaten an.
  • Man kann jedoch generell beachten: Banken, Zahl- und Kaufportale fordern niemals mit Hilfe eines eingebauten Links zum Einloggen in das Konto auf! Zudem ist eine generische Anrede zwar immer ein Indiz für Phishing, eine vorhandene korrekte Anrede jedoch nicht der Beweis für die Echtheit einer Mail.
  • Tipp am Smartphone: einen Link andrücken und halten, bis sich ein Dialogfenster mit der Linkvorschau öffnet. Daran kann man erkennen, wohin ein eingebetteter Link führen soll.
  • Niemals über einen Link einloggen, der per Mail gesendet wird, sondern immer die betreffende Seite per Hand in die Adresszeile des Browsers eintippen und dort einloggen. Sollten tatsächlich Ankündigungen des entsprechenden Dienstes vorhanden sein, werden diese dort angezeigt. Zusätzlich ist es nach Möglichkeit ebenso zu unterlassen, über öffentliche/fremde WLAN-Netze Bankgeschäfte zu tätigen, da man nie genau weiß, ob (und im Ernstfall von wem) diese Netze protokolliert werden.
  • Niemals reale Daten in die Formularfelder eintragen! Unter Umständen können die Daten sogar bereits während des Tippens an die Betrügerdatenbank weitergeleitet werden, ohne dass man mit “weiter” bestätigt.

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-Mimikama unterstützen-