Gefälschte Rechnungen sind die augenscheinlich gefährlichsten Betrugsversionen in der Kategorie “Phishing”: neben oftmals nachgebildeten PayPal-Abrechnungen findet man auch immer wieder Amazon-Rechnungen vor, die über einen angeblichen Einkauf informieren, welchen man ja stornieren könne, sollte man ihn nicht getätigt haben.


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Bei diesen Rechnungen handelt es sich jedoch um keinen echten Einkauf, sondern um eine detailliert konstruierte Mail aus Betrügerhanden, die mit dem Argument eines angeblich getätigten Einkaufs den Empfänger zu einer Echtheitsprüfung bewegen will. Doch exakt diese Prüfung ist die Falle, bei der man seine Daten in die Hände von Betrügern gibt.

Bei der folgenden Mail handelt es sich um eine dieser gefälschten Abrechnungen:

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Der Inhalt dieser Mail im barrierefreien Klartext:

Guten Tag Stefanie […]

Ihre Sicherheit ist uns wichtig, daher findet regelmäßig eine Überprüfung der Accounts unserer Kunden statt.
Unser System konnte bei Ihrem Kundenkonto einige unregelmäßige Aktivitäten feststellen.
Ihr Kundenkonto wurde somit automatisch gesperrt, um weitere Risiken zu vermeiden.
Um Ihr Kundenkonto wieder zu entsperren, klicken Sie bitte auf den unten aufgeführten Link, und folgen Sie den weiteren Anweisungen im Formular.
Während des Vorgangs entstehen keine weiteren Kosten für Sie. Folgend sind die geänderte Liefer- und Rechnungsadresse aufgelistet. Bitte entschuldigen Sie aufkommende Unannehmlichkeiten.

Klicken Sie hier um Ihre Daten zu bestätigen

Bestellinformationen:

E-Mail-Adresse: […]@hotmail

[usw.]

Diese Mail basiert natürlich auf frei erfundenen Daten: weder hat eine ungewöhnliche Aktivität stattgefunden, noch muss man irgendwelche Daten bestätigen. Das Ziel dieser Mail isst es, ihren Empfänger zu irritieren und im besten Falle damit auf einen Amazonkunden zu treffen, der die Anweisungen ausführt.

Betrug!

Diese Art der Mail ist nicht zum ersten Mal unterwegs: bereits im April 2016 konnten wir eine Spamwelle erkennen, welche mit genau diesem Inhalt unterwegs war. Recht schnell wird hier deutlich, dass es sich um eine betrügerische Mail handelt.Der Zugriff auf die Seite wird blockiert.

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Ohne Schutzmechanismen öffnet sich im nächsten Schritt eine gefälschte Login-Seite, welche dem echte Amazon Login nachempfunden ist. Diese gefälschten Seiten stellen die eigentliche Gefahr des Betrugsverlaufes dar. Zunächst erbittet der gefälschte Login die Anmeldedaten:

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Im Anschluss an diese gefälschte Formularfelder öffnen sich noch weitere Seiten, welche Daten abfragen. Insgesamt versuchen Betrüger hier, die Anmeldedaten, Adressdaten und Bankdaten zu erschleichen. Ebenso wird versucht, mit einer authentisch klingenden Mail den Besucher in Sicherheit zu wiegen. Die dargestellten Felder sollen nun verleiten, die eigenen Daten dort einzugeben, welche jedoch direkt in einer Betrügerdatenbank landen.

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Allgemeine Phishingwarnung:

  • Phishing E-Mails versuchen grundsätzlich so auszusehen, als stammen sie von dem entsprechenden Unternehmen. Mit diesen versuchen Betrüger, an persönliche Daten zu kommen, vorzugsweise Bank- Kreditkarten oder sonstige Zahldaten.
  • Eine Schutzsoftware ist hilfreich! Bei aktualisierten Datenbanken und entsprechender Heuristik werden schädliche Seiten oftmals blockiert. Wir nutzen hierfür eine Kaspersky Schutzsoftware.
  • Die eigentliche “Kunst” dieser Mails ist die Geschichte, mit welcher der Empfänger dazu verleitet werden soll, der E-Mail zu trauen und den eingefügten Link zu öffnen. Hier spielen Ausdruck, Grammatik und Rechtschreibung, sowie Plausibilität und auch Individualität eine sehr große Rolle. Speziell in der jüngeren Vergangenheit gab es zunehmend Mails, welche mit Individualität glänzten: die konnten den Empfänger mit korrektem Namen ansprechen und gaben auch tatsächliche Adress- und Personendaten an.
  • Man kann jedoch generell beachten: Banken, Zahl- und Kaufportale fordern niemals mit Hilfe eines eingebauten Links zum Einloggen in das Konto auf! Zudem ist eine generische Anrede zwar immer ein Indiz für Phishing, eine vorhandene korrekte Anrede jedoch nicht der Beweis für die Echtheit einer Mail.
  • Tipp am Smartphone: einen Link andrücken und halten, bis sich ein Dialogfenster mit der Linkvorschau öffnet. Daran kann man erkennen, wohin ein eingebetteter Link führen soll.
  • Niemals über einen Link einloggen, der per Mail gesendet wird, sondern immer die betreffende Seite per Hand in die Adresszeile des Browsers eintippen und dort einloggen. Sollten tatsächlich Ankündigungen des entsprechenden Dienstes vorhanden sein, werden diese dort angezeigt.Zusätzlich ist es nach Möglichkeit ebenso zu unterlassen, über öffentliche/fremde WLAN-Netze Bankgeschäfte zu tätigen, da man nie genau weiß, ob (und im Ernstfall von wem) diese Netze protokolliert werden.
  • Niemals reale Daten in die Formularfelder eintragen! Unter Umständen können die Daten sogar bereits während des Tippens an die Betrügerdatenbank weitergeleitet werden, ohne dass man mit “weiter” bestätigt.
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