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In den letzten Tagen vermehren sich, bedingt durch das heiße Sommerwetter,  immer mehr die Anfragen ob die auf Facebook abgebildeten Hundebilder mit verbrannten Pfoten echt sind.

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Von solchen Beiträgen gibt es etliche und müssen mit dem soeben abgebildeten nicht ident sein. Wir wissen auch nicht, ob zu erkennende Wunden wirklich von einem heißen Asphalt stammen.

Was wir aber wissen ist, dass heißer Asphalt nicht nur uns Menschen Schmerzen bereitet, wenn wir Barfuß über Pflastersteine oder Asphalt laufen, sondern auch den Hunden.

Vorsicht bitte: Ungünstigste Bedingungen vorausgesetzt, kann der Asphalt bei einer Lufttemperatur von knapp über 30° mehr als 60° heiß werden.

sowie:

Bei solchen Temperaturen kann es innerhalb einer Minute zur Hautzerstörung kommen. Dieses Wochenende wird es noch viel heißer. Hunde können ab Mittag kaum mehr auf Asphalt und Beton laufen.

Machen sie einen Test!

Rückert schreibt dazu:

Ein einfacher Test: Pressen Sie Ihren Handrücken fest für 7 Sekunden auf den Asphalt. Wenn das nicht komfortabel zu ertragen ist, kann Ihr Hund auch nicht mehr drauf laufen. Seien Sie bitte nicht beleidigt, ich weiß, dass sie selbständig denkende Menschen sind. Fakt ist aber, dass wir an so heißen Tagen immer wieder Hunde mit Brandblasen an den Ballen behandeln müssen, deren Besitzer völlig von den Socken sind und keine Ahnung davon hatten, wie schrecklich heiß der Boden unter den Hundefüßen werden kann.
Übrigens: Denken Sie an diese Zusammenhänge bitte auch, wenn Sie mal erste Hilfe bei einem Menschen leisten müssen, der an solchen Tagen auf der Straße liegt. Ein paar Minuten Hautkontakt mit dem Asphalt reichen für schwere Verbrennungen völlig aus.

Die Österreichische Hundezeitung schreibt dazu:

Vorsicht ist jetzt angesagt – gerade bei Spaziergängen um die Mittagszeit. Denn heißer Asphalt tut nicht nur unseren Füßen weh. Er brennt auch auf der Hundepfote.

Spaziergänge auf kühlere Tageszeiten verlegen

Wenn irgendwie möglich, sollte man an besonders heißen Tagen die Gassirunden auf den Morgen oder den Abend verlegen. Oder sonst darauf achten, die schattige Seite der Straße zu wählen – und auf heißem Asphalt kein Sitz oder Platz verlangen. Hunde besitzen nämlich ausschließlich Kältesensoren. Mit Ausnahme der Nase, wo sich die einzigen Wärmesensoren befinden. Bei Berührung mit heißen Gegenständen reagieren Hunde also mit ihren Schmerzrezeptoren. Sie nehmen den heißen Asphalt also erst dann wahr, wenn es bereits weh tut.

Quellen:

Ralph Rückter (Kleintierpraxis Ulm)
Österreichische Hundezeitung