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Burger-Festival in Stuttgart findet nicht statt” lautet die Schlagzeile der Stuttgarter Nachrichten. Das ist auch völlig korrekt und neben Stuttgart sind noch mehr Städte von Fake-Veranstaltungen betroffen.

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Die Stuttgarter Nachrichten schreiben auch völlig richtig, dass die mehr als 15.000 Teilnehmer am kommenden Wochenende eine Enttäuschung erleben werden, wenn sie auf der Suche nach dem Festival sind, denn es gibt kein Burger Festival. Es war auch nie gedacht, ein Burger Festival real stattfinden zu lassen. Hinter diesem Unsinn, der deutschland- und österreichweit propagiert wird, steckt eine einfache Marketingmethode.

Es ist das Geschäft mit Facebook-Nutzern! So auch hier: Dieses Event hält sich in seinen Angaben bewusst allgemein. Man erhält nur wenige Angaben: es handelt sich um ein Genussfest, es findet in einer größeren Stadt statt und man bekommt ein Datum genannt. Kein konkreter Ort, keine Veranstalteradresse. Stattdessen findet man eine Menge gleicher Veranstaltungen quer durch die Republiken:

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Bei genauem Hinschauen offenbart sich hier eine Marketingmasche. Wir zeigen den Sinn dieser Veranstaltungen, welche nie stattfinden werden.

Es geht ums Geld!

Keep it short and simple (wir gehen da jetzt nicht zu sehr ins Detail): so funktioniert es.

  1. Für jede große und mittelgroße Stadt wird eine Veranstaltung auf Facebook erstellt. Diese Veranstaltung betrifft etwas, was viele Menschen allgemein mögen. Zudem sind diese Veranstaltungen “branchengleich”. So wie in diesem Falle Nahrungs- und Genussmittel.
  2. Zu jeder Veranstaltung gehört eine Fanpage auf Facebook. Mit Hilfe der Veranstaltungen (hohe Reichweite!) werden diese Fanpages hochgezüchtet. In diesem Falle dürfte es sich um eine einzige Veranstalterseite + eine dazu registrierte Webseite handeln, die bis jetzt nur angemeldet ist, jedoch noch keinen Inhalt besitzt.
  3. Die Fanpagezahlen werden hochgezüchtet, indem beispielsweise die Teilnehmer der Veranstaltungen eingeladen werden, Fan der Fanpage zu werden.
  4. Sind die Veranstaltungen vorbei und die Fanpage hat hohe Fanzahlen, wird die Fanpage + die dazu gehörige Webseite verkauft. In diesem Falle wird branchenintern verkauft, der neue Inhaber wird in der Nahrungs- und Genussmittelbranche tätig sein und somit ein fertiges Marketingpaket kaufen.

Wie gesagt, das ist die heruntergebrochene Kurzversion. Diese ist auch in Videoform auf der Webseite fanpagebooster.de von Simon Mader zu sehen.