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Wie geht es eigentlich den Menschen, wenn ihr Name für einen Kettenbrief-Hoax herhalten muss?

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Der Radiosender N-Joy (NDR) stellte sich diese Frage ebenfalls und führte ein Interview mit der echten Ute Christoph.

Mindestens einmal im Quartal schreiben wir über Kettenbrief-Warnungen, die vor angeblichen Hackern wie Tobias Mathis, Anouk Theiler, Marcel Hohmann, Paolo Tizzanini, usw. usf. warnen.

Und eben auch über Ute Christoff, die aber auch mal Ute Lehr heißen kann.

Jedoch gibt es bei solchen Kettenbriefen einen mächtigen Haken und zwar dann, wenn man die Namen von real existierenden Personen damit verunglimpft.

N-Joy hatte die echte Ute im Gespräch, die man auch gar nicht Christoff schreibt, sondern Christoph – ein Detail zu ändern, das sieht den Kettenbrieferstellern ähnlich. Doch nutzt es nichts, wenn Personen trotzdem mit solchen “Späßchen” in Verbindung gebracht werden.

Vorab sei versichert:

Alle diese Kettenbriefe sind FAKE. Es gibt keinen offiziell gemeldeten Fall, der das, was in dem Kettenbrief steht, beweisen würde. Abgesehen davon, dass solche Kettenbriefe schon seit dem Jahre Schnee grassieren.

Seit eineinhalb Jahren sieht sich Heilpraktikerin Ute Christoph vor diesem Problem. Auch sie selbst hat diesen Kettenbrief schon mehrmals erhalten.

Freunde und Bekannte fragen sie auf Facebook, was das mit der Hackergeschichte sei.

“Beim ersten und zweiten Mal fand ich es nicht so schlimm. Nach mehr als eineinhalb Jahren nervt es. Ich denke manchmal darüber nach, wie manche Dinge vielleicht positiver laufen könnten, wenn der Kettenbrief nicht ständig verbreitet werden würde. Ich hab dann versucht, das zu verdrängen, weil ich mir dachte, ich kann ja eh nix dagegen machen.”,

erzählt die 51-Jährige laut N-Joy.

Und sie befindet sich damit in einem Hamsterrad. Der Teufelskreis von Kettenbriefen wird nämlich selten durchbrochen. Es gibt immer irgendwo einen Unwissenden, der den Kettenbrief wieder teilt und schon hat er erneut eine Lawine ausgelöst.

Manchmal ruft Frau Christoph auch die Menschen an, die den Kettenbrief teilen, um sich zu erklären.

„Der eine war peinlich berührt, es hat ihm leid getan. Mehr aber auch nicht“,

sagt sie verzweifelt – der Kampf gleicht dem Don Quijote’s gegen Windmühlen.

Ist das eigentlich erlaubt?

Nein. Wer Kettenbriefe erstellt und Namen nennt, der verletzt ein Persönlichkeitsrecht.

Medienrechtsanwalt Christian Solmecke sagt:

„Das ist eine Persönlichkeitsverletzung und ein Eingriff in ihren Beruf. Wenn sie selbständig ist, könnte sie sich gegen den Verfasser und jeden Weiterverbreiter wehren.“

Leider gelingt es selten, die Urheber solcher Kettenbriefe zurückzuverfolgen, geschweige denn, zu identifizieren.

Dem Ersteller droht eine Unterlassungsverfügung und er muss tief in die Tasche greifen, wenn das Opfer den entstandenen wirtschaftlichen Schaden errechnen kann.

Auch Personen, die den Kettenbrief weiterverschicken, aber wissen, dass sie damit einer realen Person schaden, machen sich strafbar.

Zusammengefasst:

Ihr alle wisst jetzt, dass ihr einer realen Person damit schadet!

Der Kettenbrief Ute Christoff hat rein gar nichts mit der Heilpraktikerin Ute Christoph zu tun, also lasst die Finger von solchen „Scherzen“!

Schickt sie nicht weiter oder recherchiert, ob es sich tatsächlich um eine reale Bedrohung handelt und informiert auch eure Freunde und Verwandten!

Vielleicht wird die echte Ute Christoph dann bald wieder ihre Ruhe haben, wenn man diesen Kettenbrief ignoriert, sobald man ihn erhält.

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