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“33-Jähriger nach versuchtem Raub und Vergewaltigung in Haft” lautet die Überschrift der originalen Pressemitteilung der Polizei. Diese Bezeichnung wird augenscheinlich als zu harmlos angesehen.

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So lautet der alternative Titel “Flüchtling zerschneidet Omi Gesicht, vergewaltigt und beraubt sie – die Medien schweigen | Heilbronn” und findet sich auf der Webseite mit dem Namen “Rapefugees” (Kofferwort aus rape= Vergewaltigung und refugees=Flüchtlinge).

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Basiert der Titel auf einem wahren Überfall?

Grundsätzlich ja. Der Meldung liegt folgende Polizeipressemeldung zugrunde:

POL-HN: Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft und des Polizeipräsidiums Heilbronn vom 04.04.2016

04.04.2016 – 14:34

Heilbronn (ots) – Heilbronnn: 33-Jähriger nach versuchtem Raub und Vergewaltigung in Haft

Am Samstagmorgen, gegen 6.30 Uhr, wurde eine 30-jährige Frau, die zu Fuß auf dem Weg zum Hauptbahnhof war, an der Fußgängerampel Kaiser-/Gerberstraße von einem Unbekannten angegriffen. Er näherte sich der Geschädigten von hinten, hielt ihr ein Messer an den Hals und versuchte, ihre Handtasche zu rauben. Aufgrund der Gegenwehr der Frau gelang ihm dies nicht, weshalb er ohne Beute flüchtete. Die Frau zog sich leichte Verletzungen zu.

Gegen 6.45 Uhr ging eine 55-jährige Frau zu Fuß vom Marktplatz in Richtung Allee. Ein Unbekannter näherte sich von hinten und ging an ihr vorbei. Anschließend stellte er sich ihr in den Weg, brachte sie zu Boden und vergewaltigte die Frau. Dabei bedrohte er sie ständig mit einem Messer. Nach der Tat raubte er noch die Handtasche des Opfers und flüchtete zu Fuß. Die Frau erlitt durch die Tat schwere Verletzungen und musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Im Rahmen der sofort eingeleiteten Fahndung durch Beamte des Polizeireviers Heilbronn und der Bundespolizei Heilbronn konnte gegen 7 Uhr in der Jakobstraße ein 33-jähriger Iraker festgestellt und überprüft werden. Er wird beiden Taten dringend verdächtigt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heilbronn wurde er am Sonntag dem Haftrichter beim Amtsgericht Heilbronn vorgeführt. Er erließ den beantragten Haftbefehl und wies den Asylbewerber in Untersuchungshaft ein. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen unter den Telefonnummern 07131/64-36557 (Pressestelle Staatsanwaltschaft) und 07131/104-1010 (Pressestelle Polizeipräsidium) gerne zur Verfügung.

Ferner verweist Rapefugees selbst auf die Quelle Staatsanwaltschaft Heilbronn, welche durchaus aus seriös einzustufen ist.

April 2016

Wer nun aufmerksam gelesen hat, hat bemerkt, dass diese Meldung nicht ganz “taufrisch” ist: der Rapefugees Eintrag stammt vom 03. Oktober, hinkt also ein wenig “hinterher”. Nach eigenen Angaben habe man gewartet, ob die Medien ihre Berichterstattung zu dem Fall ändern:

Wir haben eine Weile gewartet, um zu sehen, ob sich noch etwas tut und doch noch berichtet wird, allerdings vergebens.

Also wurde augenscheinlich den Medien exakt 6 Monate Zeit gegeben, um einige Stellen umzuformulieren.

“Die Medien berichten beharrlich nichts”

Doch, im Grunde ja schon. Es gibt verschiedene Medien, die über diese brutalen Überfälle berichtet haben:

Moniert wird durch Rapefugees, dass sowohl nicht genannt wird, dass es sich um einen Asylbewerber handelt, aber auch dass die Schnittverletzungen im Gesicht nicht genannt werden. Diesem Vorwurf kann man teilweise stattgeben, viele der angeführten Medien halten sich in diesem Falle an den Pressekodex [2], bzw. an den Inhalt des Polizeiberichtes:

Ziffer 12 – Diskriminierungen

Niemand darf wegen seines Geschlechts, einer Behinderung oder seiner Zugehörigkeit zu einer ethnischen, religiösen, sozialen oder nationalen Gruppe diskriminiert werden.

Richtlinie 12.1 – Berichterstattung über Straftaten

In der Berichterstattung über Straftaten wird die Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täter zu religiösen, ethnischen oder anderen Minderheiten nur dann erwähnt, wenn für das Verständnis des berichteten Vorgangs ein begründbarer Sachbezug besteht.
Besonders ist zu beachten, dass die Erwähnung Vorurteile gegenüber Minderheiten schüren könnte.

Herkunft und Status werden dennoch nicht gänzlich verschwiegen, das regionale Nachrichtenportal “Die Stimme” macht folgende Angaben:

Ein Asylbewerber aus dem Irak steht im Verdacht, am Samstag in Heilbronn eine Frau vergewaltigt zu haben. Der Mann sitzt derzeit in Untersuchungshaft.

Auch die Staatsanwaltschaft Heilbronn unterschlägt nicht den Hinweis, dass es sich um einen Asylbewerber handelt.

Er erließ den beantragten Haftbefehl und wies den Asylbewerber in Untersuchungshaft ein.

Kann und darf man diskutieren: ist an dieser Stelle die Nennung der Nationalität wichtig für den Sachbezug? Für Rapefugees gibt es durchaus einen Sachbezug, da die Vermutung eines “Sex Dschihad” im Raume steht: aufgrund hunderttausendfacher Schändungen durch muslimische Flüchtlinge sollte nicht verschwiegen werden, dass es sich um einen Flüchtling handelt.

In Deutschland schänden muslimische Flüchtlinge hunderttausendfach deutsche Frauen, Kinder, Babies und sogar Männer, aber scheinbar interessiert die Vergewaltigungswelle und die sich breit machende Vergewaltigungskultur (Sex Dschihad) die großen Medien nicht, die Politik schon gar nicht.

Offen bleibt

Unbeantwortet bleiben aktuell die Fragen, inwiefern die 55-Jährige als “Omi” bezeichnet werden kann, sowie die Information über “hundertausenfache Schändungen” innerhalb einer Vergewaltigungswelle. Ersteres mag durchaus als Synonym für die Hilflosigkeit der Frau angeführt werden (mit 55 kann man durchaus Enkel haben), zweiter Punkt wird schwieriger, da eine “hunderttausendfache” Menge, wenn man diese auf den Zeitraum des Analysezeitraumes seit Sommer 2015 berechnet, bei über 185 Fällen pro Tag liegen muss.

Ferner sind spätere Behauptungen um “Kolonialisierungen” durch “arabische Wirtschaftsflüchtlinge aus Schwarzafrika”, sowie die Bezeichnung Deutschlands als “Raubterritorium” für “vergewaltigende, onanierende und klauende umhervagabundierende Flüchtlingshorden” und armen deutschen Schafen, die dem bösen Wolf den Zaun öffnen eher polemisch und trüben die anfänglich quellenuntermalte Darstellung.