Auf YouTube sorgt ein Werbevideo der syrischen Tourismusbehörde für Aufsehen, in dem für Urlaub im Ressort „Goldstrand“ geworben wird.

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Der Tourismus in Syrien hat seit Ausbruch des Krieges 2012 einen Einbruch erlitten, jetzt meldet die staatliche Tourismusbehörde einen Zuwachs von 30% im Vergleich zum Vorjahr.

Wenn sich dann noch „Wochenblick.at“ auf einen Insider beruft und verkündet „Viele Syrer aus Europa kommen hierher“, dann ist das natürlich Futter für Seiten wie „Politikstube“, die Zitate vom „Wochenblick“ mit den Worten:

„Offenbar gibt es in Syrien Gebiete, in denen es nicht lebensgefährlich ist und kein Krieg herrscht? Und warum gibt es dort keine Flüchtlingslager? Permanent wird den deutschen Bürgern erzählt, dass in Syrien Krieg und das Land zerstört ist. Und nun boomt der Tourismus in Syrien? Und warum muss Deutschland Syrer aufnehmen und kann kriminelle Syrer nicht abschieben, wenn dort Urlaubsbedingungen herrschen? Nun kann sich jeder selbst seine Meinung bilden.“

einleiten.

Politisch gesehen, stehen sowohl der „Wochenblick“ als auch die „Politikstube“ auf einer Linie, so dass die obige Fragestellung nicht weiter verwunderlich ist.

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Geht man der Frage mal nach und schaut wo dieses „Ferienparadies“ liegt, stellt man fest es befindet sich im Stammland der Alewiten, auf die sich der Präsident Assad stützt.

Also eigentlich genau dem vor denen die meisten Menschen aus Syrien fliehen. Muss man jetzt wirklich lange nachdenken, warum es ausgerechnet DA keine Flüchtlingslager gibt?

Zumal die Frontlinie in circa 100 km Entfernung verläuft, bei den heutigen Waffen ist das keine große und sichere Entfernung. Da ist es dann durchaus nachvollziehbar, warum die Menschen, wenn sie das Weite suchen, dann auch gleich das richtige Weite suchen und nicht vom Regen in die Traufe kommen wollen.

Aber mal ehrlich warum nicht einfach mal Urlaub machen, vielleicht in einem Land in dem seit Ausbruch des Krieges mehr als 400.000 Menschen getötet wurden und aus dem 4,8 Millionen Menschen geflohen sind.

Das Tourismusministerium will von diesen Zahlen aber nichts wissen und verkündete den Anstieg der Zahl ausländischer Besucher um 30%, genaue Zahlen wurden aber nicht genannt.

Eine ähnliche Tourismusoffensive verhallte 2014, nachdem Rebellen und Zivilisten aus der Altstadt von Homs abgezogen waren, nahezu ungehört.

Das Video:

Aber natürlich kann man nur die Zahlen des Tourismusministeriums nehmen und damit den deutschen Bürger an der Nase herumführen, richtig fair ist das allerdings nicht, aber das erwartet auch niemand von diversen Portalen!

Quellen:

https://politikstube.com/
http://www.wochenblick.at/
http://www.faz.net/
http://www.spiegel.de/


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