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Gemeinsam gegen Fakes, Fake-News und anderen Unwahrheiten im Internet. Bitte hilf mit!

Wie unser Kooperationspartner checked4you informiert, gibt es Möglichkeiten, Fake-Shops zu entlarven und nicht auf deren Abzocke hereinzufallen.

-Produktempfehlung: Kaspersky lab-

Wow, ein Monitor für 100 statt 150 Euro? Oder Marken-Sportschuhe zum halben Preis? Wer da denkt: „zu schön, um wahr zu sein“, könnte leider Recht haben.

Immer wieder gibt es Online-Shops, die mit supergünstigen Preisen locken, was sich aber hinterher als reine Betrugsmasche herausstellt. Geht’s dann nämlich ans Bezahlen, ist nur Vorkasse möglich – also erst das Geld, dann die Ware. Und genau die gibt’s dann eben nicht.

Auch bei Dienstleistungen gibt es schwarze Schafe: ein YouTube-Video als mp3 ziehen ist unter gewissen Voraussetzungen okay, aber welche Seite dafür ist vertrauenswürdig? Hier sind Merkmale, an denen du unseriöse Websites erkennst:

Der Webseiten-Check

  • Welche Zahlungsweisen werden angeboten? Nur Vorkasse (und womöglich noch auf ein Konto im Ausland) geht gar nicht! Es sollten auch andere Zahlungsmöglichkeiten wie Lastschrift oder ein Kauf auf Rechnung möglich sein. Eine gängige Zahlungsmethode muss sogar kostenfrei angeboten werden – das steht im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB). Mehr zu Rechten beim Online-Shopping
  • Was steht im Impressum? Wer Waren oder Dienstleistungen anbietet, muss ein Impressum haben. Deutsche Website-Betreiber müssen darin u.a. ihren Namen angeben sowie eine Postanschrift und eine E-Mail-Adresse. Fehlt etwas davon oder sogar das komplette Impressum, ist das nicht seriös. Genauso fragwürdig ist es, wenn sich nach dem Klick auf „Impressum“ eine ganz andere Seite öffnet. Ob die Angaben stimmen oder ausgedacht sind, kann eventuell ein Check auf einer Telefonbuchseite verraten. Und wenn der Shop z.B. als OHG, UG, GmbH oder AG auftritt, muss es einen Eintrag im Handelsregister geben, den man dort auch abfragen kann.
  • Ist der Anbieter telefonisch erreichbar? Bei manchen Abzock-Shops stellt sich die angegebene Rufnummer als falsch heraus – das kann man ja im Zweifel mal testen.
  • Wirbt der Shop mit Gütesiegeln? Organisationen wie Trusted Shops, TÜV Süd und EHI vergeben vertrauenswürdige Siegel an Online-Händler. Wer von ihnen was prüft, kannst du in unserer Label- und Siegel-Übersicht lesen. Allerdings kann sich ein Fake-Shop so ein Siegel natürlich auch unberechtigt auf seine Seite stellen. Ist das Label echt, sollte man durch einen Klick auf das Siegel direkt zum Zertifikat auf der Internetseite des Anbieters gelangen.
  • Gibt es AGB / Nutzungsbedingungen? In seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen legt ein Händler die Regeln für seine Verträge mit den Kunden fest. Wenn ein Shop AGB nutzt, müssen sie leicht aufrufbar sein. Bei sozialen Netzwerken oder Diensten (z.B. Streaming) gibt es statt AGB auch Nutzungsbedingungen. Für sie gilt das gleiche.
  • Gibt es eine Datenschutzerklärung? Was macht der Betreiber der Website eigentlich mit meinen Daten, die ich dort in ein Formular eingebe – verkauft er sie an Fremde? Welche Daten speichert er von meinem Computer, die ich gar nicht irgendwo eintippe und was macht er damit? Und in welchem Land stehen die Server, auf denen das gespeichert wird? Sowas sollte genauso leicht zu finden sein, wie die AGB / Nutzungsbedingungen. Findest du dazu nichts, verzichte lieber auf das Angebot. Darum ist Datenschutz wichtig
  • Was sagen andere? Einfach mal in einer Suchmaschine den Namen der Webseite oder (falls genannt) des Betreibers eingeben und gucken, was für Einträge kommen. Oft gibt es bei unseriösen Angeboten schon Beschwerden in Foren oder Warnungen auf anderen Webseiten.

Und bei ausländischen Seiten?

In anderen Ländern gelten andere Rechte. Welches Recht wann angewendet wird, kommt auf den konkreten Einzelfall an und muss möglicherweise von einem Gericht entschieden werden. Es kann aber sein, dass du dann bei Online-Bestellungen kein Widerrufsrecht hast oder für Rücksendungen hohe Portokosten berappen musst.

Ein bekanntes Beispiel für die Frage, welches Recht im Zweifel gilt, ist Facebook. Das Unternehmen sitzt in den USA und bietet seine Dienste in Deutschland von Irland aus an.

Es verlangt von seinen Nutzern, dass sie sich mit ihrem richtigen Namen anmelden (Klarnamenpflicht). Nach deutschem Recht muss es möglich sein, im Internet ein Pseudonym zu nutzen. Trotzdem schmeißt Facebook häufig Leute raus, die das machen.

Denn da bislang noch nicht entschieden ist, ob das deutsche Gesetz hier gilt, beruft sich Facebook immer auf seine Nutzungsbedingungen, denen jeder Nutzer bei seiner Anmeldung zustimmt.