Was soll man sagen, Mitgefühl und mentale Kurzsichtigkeit führen im Internet zu den seltsamsten Auswüchsen, so gibt es tatsächlich Seiten, die sich auf Gebete spezialisiert haben.

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Nichts gegen ein Gebet zur rechten Zeit, aber dann bitte ohne die aufmerksamkeitsheischenden Bilder, die immer wieder als Blickfang daneben gestellt werden.

Wie ich da jetzt draufkomme?

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Die Suche nach unserem heutigen „Amen“ – Bild hat mich zu diesen Seiten geführt. Leider habe ich keinerlei Hintergrundinformationen zu der Familie auf dem Bild bekommen. Allerdings belegt ein Tweet von 2014, dass das Bild eben mindestens von 2014 ist also weit weniger aktuell als es bei manchen likegeilen Verfassern dargestellt wird.

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Ebenso findet sich das Foto mehrfach auf Google+, speziell in dem Zeitraum Herbst 2014 [1].

Wir können also noch nicht einmal mit Gewissheit sagen, was aus dem Kind geworden ist, allerdings spricht pure Verzweiflung aus dem Gesicht der erwachsenen Person auf dem Bild. Genau diese Verzweiflung ist es, die den Betrachter dazu veranlasst sein „Amen“ als Kommentar zu hinterlassen.

Wenn der Verfasser dann auch noch behauptet Facebook würde für „Like“, „Comment“ und „Share“ spenden, dann sind die Nutzer nicht mehr zu halten, dann wird geteilt auf Teufel komm raus.

Leute das hilft NICHTS, die SPENDEN wird es NIE geben!

Facebook spendet direkt und nicht auf Auswertung irgendeines Posts.

Ich kann gar nicht sagen, was mich mehr zur Verzweiflung treibt, die Rücksichtslosigkeit, mit der manche Menschen das Leid anderer ausnutzen um für 5 Minuten berühmt zu sein, oder die Einfalt mit der die Nutzer immer wieder auf derlei Müll reinfallen. Es wäre zu schön, wenn Facebook gegen diese Art von Likebaiting Schritte ergreifen würde. Aber bis dahin sind wir dann zur Stelle und weisen immer wieder auf die wahren Beweggründe hin, denn den Verfassern solcher Posts geht es nicht um die Personen auf den Bildern sondern nur um ihr eigenes kleines kümmerliches Ego.

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