Espelkamp – Ein Unbekannter hat am Montagmittag in Espelkamp-Fabbenstedt (Kreis Minden-Lübbecke) ein achtjähriges Mädchen angesprochen und versucht das Kind in sein Fahrzeug zu locken. Das Kind lief daraufhin nach Hause und berichtete seiner Mutter den Vorfall.

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Demnach sei die Achtjährige gegen 13 Uhr an der Ecke Heuerhofstraße/Zur Siedlung aus dem Schulbus gestiegen und zu Fuß nach Hause gegangen. Auf dem Weg dahin habe ein Auto neben ihr angehalten und ein unbekannter Mann sei ausgestiegen. Der habe ihr für eine Mitfahrt im Auto Süßigkeiten versprochen. Als das Kind nicht darauf reagierte, setzte sich der Mann ins Auto und fuhr davon.

Beschreibung

Nach Aussage des Kindes war der Mann Ende 30 und zirka 1,80 Meter groß. Er hatte kurzgeschnittene hellbraune Haare und einen „dicken“ Bauch. Bekleidet war der Unbekannte mit einer schwarzen Hose und einem blauen Hemd. Bei dem Auto soll es sich um einen goldfarbenen Pkw gehandelt haben. Weitere Angaben zu dem Fahrzeug liegen der Polizei gegenwärtig nicht vor.

Eine Fahndung der Beamten nach dem Wagen brachte keinen Erfolg.

Die Polizei nimmt den Fall ernst und schickte vorsichtshalber am Dienstag einen ihrer Bezirksbeamten zur Schule des Kindes. Die Polizei ist zudem Hinweisen zu dem beschriebenen Pkw nachgegangen. So wurden bereits einige Besitzer von goldfarbenen Fahrzeugen überprüft.

Als wenig hilfreich erachtet die Polizei, dass von Privatpersonen über soziale Medien und Netzwerke Warnhinweise oder gar Fahndungsaufrufe verbreitet werden.

So meldeten sich mittlerweile aus ganz Deutschland Anrufer bei den Ermittlern. Dies erschwere ihre zielgerichtete Arbeit, so die Beamten.

Gleichzeitig warnen sie Eltern grundsätzlich vor einer fortwährenden Angst oder gar Panik vor dem so genannten „fremden Mann“. Vielmehr sollten Erwachsene mit ihren Kindern sachlich und aufklärend über derartige Situationen sprechen.

So gilt es dem Nachwuchs zu verdeutlichen, dass sie niemals mit Fremden mitgehen und sich umgehend den Eltern anvertrauen sollten.

Wichtig ist es, so die Polizei, Kinder nicht zu verängstigen, sondern sie vielmehr zu stärken. Selbstbewusste Kinder sind am wirksamsten vor Übergriffen geschützt, so die Experten.

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