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Ein angebliches Systemupdate will Kunden der Volksbank in eine Falle locken, in welcher Logindaten, sowie auch Bankdaten ausgefragt werden. Diese Mitteilung über ein Systemupdate spricht von Sicherheitsbedingungen, Paragraphen und einem “Bundendatenschutzgesetz”. Letztendlich handelt es sich jedoch um einen Betrugsversuch.

-Produktempfehlung: Kaspersky lab-

Die E-Mail und auch ihr Inhalt erscheinen optisch und stilistisch recht sicher und wirken daher authentisch. Erneut ärgerlich: die Verbindung zu der Phishingwebseite wird über HTTPS aufgebaut.

Wichtiger Hinweis: Erwähntes Unternehmen (Volksbank) hat mit der Betrugsmasche nichts zu tun. Sie selbst wurden hier Opfer, indem ihr Name missbräuchlich verwendet wird, um Nutzer in die Falle zu locken!

Die E-Mail an sich besteht aus einem Bild, es ist also KEIN TEXT eingefügt. Das Bild selbst stellt den Text dar und ist als Ganzes klickbar. Insofern ist es nicht notwendig, einen bestimmten Teil anzuklicken. Gleichzeitig besteht aber auch die Gefahr, dass sich ungewollt die verlinkte Webseite öffnet, da man ungewollt irgendeine Stelle der Mail angeklickt hat.

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Der ausgeschriebene Inhalt dieser E-Mail lautet:

Sehr geehrte Damen und Herren,

in letzter Zeit kam es vermehrt zu sicherheitsrelevanten Problemen in Verbindung mit Kundendaten. Daher sind wir verpflichtet, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Um die Sicherheit Ihres Kundenkontos auch weiterhin gewährleisten zu können, bitten wir Sie ihre Kundendaten zu aktualisieren.

Nach Abschluss des Vorgangs befindet sich Ihr Kundenkonto automatisch auf dem aktuellen Stand der Sicherheitsbedingungen nach §§ 12-20 des Bundendatenschutzgesetzes [sic!].

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Vielen Dank für Ihr Verständnis

Natürlich liegt die Intention dieser Mail darin, im Idealfall auf einen Volksbankkunden zu treffen. Da die E-Mail blind gestreut versendet wird, trifft sie natürlich auch auf Personen, die ihr Konto bei einer anderen Bank haben. Hier gilt jedoch die Warnung im Speziellen für alle Besitzer eines Volksbank Kontos: die eigentliche Falle lauert hinter dem Klick auf die Grafik.

Vorsicht, Phishing!

Nach dem getätigten Klick wird eine Verbindung zu der URL “onlinebanking.de.login-hzos512fwx-volksbank.ru” aufgebaut, welche von unserer Kaspersky Internet Security direkt blockiert wird. Der Grund: eine Phishing-Webadresse!

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Diese Seite ist einem Volksbank-Login nachempfunden und bildet den Empfangsbereich. Bitte auf dem folgenden Screenshot genau auf die Adressleiste achten! Die Phishingwebseite besitzt eine gesicherte Verbindung!

Sehr ärgerlich: da eine HTTPS-Verbindung aufgebaut wird, markieren die Browser ihre Adresszeile grün an, bzw. schreiben Chrome aufgrund des Protokolls automatisch “sicher” vor die Adresse. Man darf sich hier nicht von einer grünen Symbolik irritieren lassen und die Verbindung nicht mit dem Inhalt in einen Topf werfen, denn bei der Webseite handelt es sich um einen Phishingversuch.

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Zuerst gibt man in einem vermeintlichen Login die eigenen Zugangsdaten ein, später erscheinen Formularfelder, die um Adressdaten, aber auch die Eingabe von Bankdaten bitten. Wir warnen davor, auf diesen Seiten wahrheitsgemäße Angaben zu machen!

Allgemeine Phishingwarnung:

  • Phishing E-Mails versuchen grundsätzlich so auszusehen, als stammen sie von dem entsprechenden Unternehmen. Mit diesen versuchen Betrüger, an persönliche Daten zu kommen, vorzugsweise Bank- Kreditkarten oder sonstige Zahldaten.
  • Eine Schutzsoftware ist hilfreich! Bei aktualisierten Datenbanken und entsprechender Heuristik werden schädliche Seiten oftmals blockiert. Wir nutzen hierfür eine Kaspersky Schutzsoftware.
  • Die eigentliche “Kunst” dieser Mails ist die Geschichte, mit welcher der Empfänger dazu verleitet werden soll, der E-Mail zu trauen und den eingefügten Link zu öffnen. Hier spielen Ausdruck, Grammatik und Rechtschreibung, sowie Plausibilität und auch Individualität eine sehr große Rolle. Speziell in der jüngeren Vergangenheit gab es zunehmend Mails, welche mit Individualität glänzten: die konnten den Empfänger mit korrektem Namen ansprechen und gaben auch tatsächliche Adress- und Personendaten an.
  • Man kann jedoch generell beachten: Banken, Zahl- und Kaufportale fordern niemals mit Hilfe eines eingebauten Links zum Einloggen in das Konto auf! Zudem ist eine generische Anrede zwar immer ein Indiz für Phishing, eine vorhandene korrekte Anrede jedoch nicht der Beweis für die Echtheit einer Mail.
  • Tipp am Smartphone: einen Link andrücken und halten, bis sich ein Dialogfenster mit der Linkvorschau öffnet. Daran kann man erkennen, wohin ein eingebetteter Link führen soll.
  • Niemals über einen Link einloggen, der per Mail gesendet wird, sondern immer die betreffende Seite per Hand in die Adresszeile des Browsers eintippen und dort einloggen. Sollten tatsächlich Ankündigungen des entsprechenden Dienstes vorhanden sein, werden diese dort angezeigt. Zusätzlich ist es nach Möglichkeit ebenso zu unterlassen, über öffentliche/fremde WLAN-Netze Bankgeschäfte zu tätigen, da man nie genau weiß, ob (und im Ernstfall von wem) diese Netze protokolliert werden.
  • Niemals reale Daten in die Formularfelder eintragen! Unter Umständen können die Daten sogar bereits während des Tippens an die Betrügerdatenbank weitergeleitet werden, ohne dass man mit “weiter” bestätigt.