Tattoos, früher noch verpönt und nur an Kriminellen oder von der „Gesellschaft“ fernen Personen zu sehen, sind schon längst gesellschaftlich anerkannt. Das ist auch in Ordnung so, solange es sich um Menschen handelt.

Mimikama: Halbwahrheit

Doch hier ging ein Künstler einen Schritt weiter: Er tätowierte Schweine!

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Dort steht auf englisch:

„Firmen wie Louis Vitton lassen jetzt Schweine tätowieren und benutzen nach deren Tötung ihre Haut als Ornamente auf ihrer Kleidung. Wie mögt ihr diesen Nazi-Touch in der Mode? Wusstet ihr, dass Nazis aus der Haut von tätowierten KZ-Insassen dekorative Lampenschirme machten?“

Tätowierte Schweine? Ist das echt?

Ja. Tatsächlich gibt es einen belgischen Künstler namens Wim Delvoye, der 1997 begann, als eine Kunstform Schweine zu tätowieren.

Da er damit aber gegen die Tierschutzgesetze in den USA verstoß, wanderte er nach China aus, um dort in Yang Town, Peking eine „Künstlerfarm“ zu gründen, wo er eigene Schweine heranzüchtete, tätowierte und nach dem Schlachten ihre Haut für bis zu 100.000 Dollar verkaufte.


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Viele dieser Häute behielt er auch und veranstaltete regelmäßige Kunstausstellungen.

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Quelle: Dailydot

Macht er das immer noch?

Nein. 2008 wurden seine Ausstellungen in Shanghai verboten. Bis 2010 tätowierte er jedoch weiterhin Schweine, bevor er sich anderen bizarren Kunstprojekten zuwendete.

Und was ist mit den Firmen-Logos auf der Schweinehaut?

Das ist schlicht und einfach erlogen. Delvoye tätowierte tatsächlich auch Logos von Modelabels und anderen Firmen wie „Harley Davidson“ auf die Schweinehäute, welche auch einen hohen Preis erzielten.

Allerdings bekam er dafür niemals einen Auftrag von jenen Firmen, dies ist eine erfundene Behauptung. Natürlich verstieß er damit gegen das Copyright-Gesetz jener Firmen, war aber in China schwer für die US-Justiz greifbar. Mittlerweile lebt Delvoye wieder in den USA, Schweine tätowiert er nicht mehr.

Und was macht er jetzt?

Wahrscheinlich die Risse in der Wand zählen. Derzeit verbüßt Delvoye nämlich eine sechsmonatige Haftstrafe in den USA, weil er Polizisten mit Nazis verglich.

Fazit:

Ja, dieser Künstler tätowierte tatsächlich Schweine. Es handelt sich also um keinen Fake.
Aber nein, keine Firma gab den Auftrag, ihr Logo auf Schweine zu tätowieren, um diese Haut dann in ihre Produkte einzunähen. Diese Behauptung ist schlicht erlogen.

Darauf nun ein Schnitzel. Ohne Tattoo.

Autor: Ralf, mimikama.at

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