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Gemeinsam gegen Fakes, Fake-News und anderen Unwahrheiten im Internet. Bitte hilf mit!

Egal was passiert: teilt bitte lieber diesen Text anstatt den Suchaufruf zu den zwei jugendlichen “Tierquälern”.

-Produktempfehlung: Kaspersky lab-

Gemeint ist dieser Aufruf:

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(Screenshot: Facebook, öffentlicher Status)

Im Klartest lautet dieser:

Diese beiden Rotzlöffel haben diesen Hund an einen Baum gebunden und dann solange mit Steinen beworfen, bis das Tier tot war. Sie sind 12 und 14 Jahre alt und sie werden gesucht! Hier gab es auch eine in russisch verfasste Petition dazu, damit diese Tiermörder vernünftig bestrafft werden und das werden sie in Russland, ganz sicher!!!

Ganz sicher ???

Genau das kann man begründet in Frage stellen. Zunächst jedoch: bei der Beschreibung der Tat handelt es sich um keinen Fake. Wie aus verschiedenen Quellen zu lesen, haben bis dato unbekannte Täter einen Hund bei Krasnaya Rechka am 20. April 2015 schwer misshandelt und getötet. Zu diesem Vorfall gehört das angeführte Bild:

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(Screenshot: Facebook, öffentlicher Status)

Dieses Bild stammt nun tatsächlich von dem geschilderten Vorfall.

Die zwei Beschuldigten

Hier wird es jedoch sehr schwer. Das Bild der zwei Jugendlichen ist ein keiner offiziellen Quelle auffindbar. Der Ursprungsort dieses Bildes steht jedoch in Zusammenhang zu dem Vorfall: auf der russischen Social-Media Plattform VK wird der Vorfall mit den Jugendlichen in Verbindung gebracht.

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Hier wird mehrfach auf eine Petition vom 05. Mai 2015 hingewiesen, in der verlangt wird, dass in Russland Gesetze zum Schutz vor Tierquälerei eingeführt werden. In dieser Petition wird sehr ausführlich und chronologisch jeder Information zu diesem Missbrauch widergegeben. Wer des Russischen mächtig ist oder gerne einen Übersetzer füttern möchte: http://www.dvnovosti.ru/khab/2015/05/07/33287/#ixzz3ecvtughw

In diesem Text taucht jedoch auch folgender Absatz unter der Aktualisierung vom 30.04.2015 auf:

Также сейчас ведется проверка тех, кто распространяет недостоверную информацию – сообщая имена детей, не причастных к убийству животного.
(Auch wird jetzt eine Überprüfung durchgeführt, wer die unrichtigen Informationen verbreitet – unter anderem die Namen der Kinder, die nicht beteiligt waren am Mord des Tieres.)

Unbeteiligt?

Ebenso schrieb auch das Nachrichtenportal “Gubernia” am 24.04.2015, dass die Jugendlichen zu Unrecht beschuldigt werden würden und dass mittlerweile sogar den jeweiligen Familien körperliche Gewalt angedroht werde.

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(Screenshot: Gubernia)

Daher bleibt abschließend zu sagen: Ja, es gab eine abscheuliche Tat mit Todesfolge gegenüber einem Hund. Es gibt auch eine Petition, welche sich dafür einsetzt, dass Tiere geschützt werden. Es gibt jedoch keine offiziellen belege, dass es sich bei den abgebildeten Jugendlichen um die Täter handelt.