Von Freitagnacht auf Samstag wurden 13 Kattas aus dem Zoo Thüle entwendet, die Polizei ermittelt

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Wie bereits auf der Website des Norddeutschen Rundfunks, sowie auf NWZ Online berichtet, wurden am Wochenende 13 Kattas aus dem Zoo Thüle im Landkreis Cloppenburg gestohlen.

Die Diebe sind vermutlich durch eine winzige Klappe im Mauermerk eingedrungen und haben die Affen in Säcken verpackt mit einem Lieferwagen davongeschafft.

Die Polizei konnte Reifenspuren auf dem angrenzenden Feld sicherstellen, der Chip der Überwachsungskamera fehlt jedoch.

“Da waren die Affen chancenlos”,

teilt die Tierpark-Geschäftsführerin Alexandra Grothaus NDR 1 Niedersachsen mit.

„In dem Haus ist alles komplett verwüstet, die Streu ist verteilt, die Futter- und Wassernäpfe umgekippt.

Außerdem war der Kot der Tiere dünnflüssig, sie müssen erheblichen Stress gehabt haben.“

Die Beziehung zu den Tieren war eng

Die Affen hatten alle Namen. „Peaches“, „Batman“ und Yoda waren nur ein kleiner Teil der 13-köpfigen Truppe.

Einer der Senioren benötigt dringend Schmerzmedikamente.

Die Kattas, welche eine Unterart der Lemuren sind, waren die Besuchermagnete schlechthin.

„Das trifft uns alle ins Mark.“, so Alexandra Grothaus.

lemur
Symbolbild

Kein Einzelfall

Leider häufen sich die Tier-Diebstähle aus Zoos.

Die Zoos in Krefeld und Dortmund sind ebenfalls vor einiger Zeit betroffen gewesen.

Auch hier wurden Affen gestohlen.

Tier-Mafia im Brennpunkt

Seltene Tiere bringen Unmengen Geld am Schwarzmarkt. Alexandra Grothaus vermutet deshalb organisierte Verbrecherbanden und dass die Tiere schon längst ins Ausland geschafft wurden.

Ein Jungtier kann gut einige Tausend Euro einbringen.

Der Diebstahl wirkt wie auf Bestellung ausgeführt.

Die Primaten sind allesamt gechipt und wären somit eindeutig zu identifizieren, doch die Chance die Tiere wiederzufinden, ist sehr gering.

Demnächst werden zwei Jungtiere im Zoo eintreffen, doch eine so große Gruppe wieder aufzubauen dauert Jahre.

„Man kann nicht einfach Kattas aus anderen Tierparks nehmen und zusammensetzen, man muss sie langsam aneinander gewöhnen.

Nun müssen sie zunächst allein aufwachsen.“

Der Zoo gelobte 5.000 Euro Belohnung für sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen.

Quellen: NDR, NWZ Online

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