Und wieder kursieren die zusammengewürfelten Bilder eines angeblich tödlichen Killerinsekts aus Thailand auf Facebook.

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Hinweis: Die im Artikel gezeigten Bilder können bei Lesern mit Trypophobie (Angst vor Löchern) eventuell triggern und auch Menschen mit zarterem Gemüt könnten sich durch die Bilder gestört fühlen.

Bereits 2016 klärte Kollege Jens den Fall mit dem thailändischen Killerinsekt. Doch wie wir es nicht anders vom Internet erwarten, wird der Mythos zwei Jahre später abermals auf Facebook geteilt und verunsichert die Nutzer.

Es geht dabei um die Geschichte des angeblich tödlichen Killerinsekts aus Thailand. So wird ausdrücklich davor gewarnt dieses Tier zu erschlagen, wenn man es auf dem Körper entdeckt. Denn durch das Erschlagen, soll es Gift und Bakterien freisetzen, an denen man folglich stirbt.

Ist es wahr oder spielt hier wieder jemand mit den Ängsten der Menschen?

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Wir haben es hier mit einer FALSCHNACHRICHT zu tun.

Bei dem Insekt handelt es sich um eine männliche Riesenwanze mit Gelege. Man kann nun darüber streiten, ob man dieses Insekt hübsch findet oder gruselig… nichts destotrotz ist der Stich dieser Wanze für den Menschen im Allgemeinen zwar schmerzhaft, aber absolut nicht tödlich.

Das Foto von der durchlöcherten Hand spielt definitiv mit der Angst vor Löchern – gebohrt, gestanzt, reingefressen … egal wie das Loch entstanden ist: bei Menschen mit “Trypophobia” löst dieses Foto das blanke Entsetzen aus.

Ergebnis:

Es gibt kein Killerinsekt aus Thailand. Nur eine Bilderkombination, die mit den Ängsten und Ekelgefühlen der Menschen spielt.

Auf YouTube gibt es sogar Anleitungen, wie man sich solche Löcher per Maskenbildnerei selbst auf die Hand zaubern kann:

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