Kinder fragen: Mama / Papa kommt Teresa Fidalgo wirklich?

Von | 7. August 2019, 14:34

Vorab: Niemand muss Angst vor Teresa Fidalgo haben!

Obwohl Teresa Fidalgo seit Jahren Ihr Unwesen treibt und obwohl wir seit Jahren darüber aufklären, ist Teresa Fidalgo noch immer ein Thema unter Kindern, Erziehungsberechtigten und Pädagogen, wie auch ein aktueller Kettenbrief gerade wieder zeigt. Es gibt Kinder, die mehr als verängstigt sind und Fragen wie z.B. diese hier stellen: „Mama / Papa kommt Teresa Fidalgo wirklich?“

Obwohl Teresa Fidalgo seit Jahren Ihr Unwesen treibt und obwohl wir seit Jahren darüber aufklären, ist Teresa Fidalgo noch immer ein Thema unter Kinder,

Obwohl Teresa Fidalgo seit Jahren Ihr Unwesen treibt und obwohl wir seit Jahren darüber aufklären, ist Teresa Fidalgo noch immer ein Thema unter Kinder.

Mit solchen Fragen sind die meisten Erwachsenen völlig überfordert. Erlaubt uns daher an dieser Stelle nochmals zusammenfassend zu „Teresa Fidalgo“ zu sagen:  Dieses Mädchen gab es wirklich, aber die ganze Geschichte ist FREI ERFUNDEN und war nur eine Werbung für einen Film und ist nicht mehr und nicht weniger als ein “Virales Marketing”. Bei dem Inhalt dreht es sich um ein Video das mit einer Handkamera –  und mit grünstichigen Bildern, im Stil des Horrorstreifens „Blair Witch Project“, gedreht wurde .

Der Produzent heißt David Rebordao und stammt aus Portugal. Auf seiner Webseite erklärt er, dass dies nur ein Fake ist und man könne sich eine DVD mit dem ganzen Film bestellen!

Tipps zum Umgang mit solchen Kettenbriefen:

Thematisieren.

Sprechen Sie das Thema Kettenbriefe von sich aus an, auch ohne dass es einen konkreten Anlassfall gibt.

Erklären.

Erklären Sie das Prinzip von Kettenbriefen und machen Sie Ihrem Kind klar, dass man die in Kettenbriefen verbreiteten Horrorgeschichten nicht ernst nehmen muss – es droht keine echte Gefahr.

Nachfragen.

Fragen Sie bei Ihrem Kind immer wieder nach, ob es in letzter Zeit Kettenbriefe bekommen hat oder welche Nachrichten gerade in der Klasse im Umlauf sind.

Ängste ernst nehmen!

Wenn ein Kind sich Sorgen macht, dass es selbst oder eine nahestehende Person sterben könnte oder dass es in der Klasse unbeliebt wird, weil es eine Nachricht nicht weitergeschickt hat, dann sind diese Sorgen ganz real und oft auch sehr mächtig. Signalisieren Sie Ihrem Kind, dass es jederzeit zu Ihnen kommen kann, falls ihm ein Foto, ein Video, eine Nachricht etc. Angst macht oder es nicht schlafen kann.

Regeln vereinbaren.

Besprechen Sie mit Ihrem Kind, welche Kettenbriefe weitergeschickt werden können und welche nicht. Angstmachende Nachrichten sollte Ihr Kind keinesfalls weiterverbreiten, da sonst noch mehr Kinder Angst bekommen.

Im Anlassfall:

Bleiben Sie ruhig! Reagieren Sie nicht mit Verboten, sonst könnte es sein, dass sich Ihr Kind beim nächsten Mal nicht wieder an Sie wendet.

Zusatzinformation

Das Phänomen „Online-Hysterie“

Im Internet sind Hysterien schnell entfacht. Bestes Beispiel sind die berühmten weißen Lieferwagen, die immer wieder dafür herhalten müssen, von Kindesentführern, Organhändlern oder Haustier-Dieben gesteuert zu werden.

Hier haben wir nun eine ebenfalls aufkommende Hysterie, ausgelöst anscheinend von einem Video eines Videos. Bisher konnten aber weder wir noch beispielsweise die Kollegen von „That’s Nonsense“ solche Videos ausfindig machen, allenfalls Videos, die erst wenige Stunden online sind und auf den Hype-Zug aufspringen, indem sie beispielsweise die Videos extra mit #Hashtags versehen, um Klicks zu bekommen.

Was kann man als Eltern tun?

Wenn man nun Angst hat, dass die eigenen Kinder solche Videos auf YouTube zu sehen bekommen, was möglich ist, da nun viele Nachahmer aufgrund der Hysterie Videos hochladen werden, kann dem ganz einfach vorbeugen!

Nicht alleine lassen…

Kinder und YouTube – niemals ohne Eltern! Achten Sie darauf, was die Kinder sich anschauen und lassen Sie Ihre Kinder nicht also einfach stundenlang mit Tablet, Handy oder PC alleine!

Kostenpflichtige Angebote…

Kostenpflichtige Angebote in Anspruch nehmen, beispielsweise bieten „Netflix“ und „Amazon“ eigene Kanäle speziell für Kinder an

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