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Wie die “Frankfurter Neue Presse” und die “New York Times” berichten, filmten Jugendliche aus Cocoa (Florida-USA) einen Mann beim Ertrinken und lachten ihn dabei aus.

Nicht nur das: Sie meldeten den Vorfall nicht der Polizei, sondern teilten das Video mit Freunden online.

Großes Aufsehen erregt der Fall zusätzlich durch die Tatsache, dass es in Florida kein Gesetz gegen unterlassene Hilfeleistung gibt.

Leiche erst 5 Tage später geborgen

Die Leiche des 31-jährigen Jamel Dunn wurde erst 5 Tage später entdeckt und geborgen.

Während den Ermittlungen der Polizei erhielt diese, durch die Schwester des Verstorbenen, den Hinweis zu dem Video.

Das 2,5 Minuten lange, in schlechter Qualität aufgenommene Video zeigt Mr. Dunn’s Sterbemoment, als er sich in der Mitte des Teiches befand und um sich schlug.

Die Teenager sind nicht sichtbar, doch hört man sie das Ringen des Mannes beschreiben, darüber lachen und fluchen. Einer von ihnen nennt Mr. Dunn einen Junkie, Kraftausdrücke fallen.

Als der Mann schließlich vollends im Wasser verschwindet und nicht wieder auftaucht, sagt einer von ihnen: “He just died!” (“Jetzt ist er gestorben!”)

Ein weiterer schlug vor die Polizei zu rufen, doch ein anderer lehnt diesen Vorschlag ab.

Polizei gibt nicht auf

Die Polizei identifizierte fünf Jugendliche im Alter zwischen 14 und 18 Jahren.

Yvonne Martinez, Sprecherin der Polizei aus Cocoa, teilte mit, dass keiner von ihnen Reue zeigte.

Auch stellte sie die Frage:

“If they can sit there and watch somebody die in front of their eyes, imagine what they’re going to do when they get older?”

“Wenn sie einfach nur herumsitzen und jemandem zusehen können, wie er vor ihren Augen stirbt, dann stellt euch vor, was sie tun könnten, wenn sie älter werden?”

Dennoch könne man die Jugendlichen nicht dafür bestrafen, dass sie dem Mann nicht geholfen haben.

Kein Gesetz in Florida besagt, dass man Hilfestellung leisten muss.

Trotzdem erhofft sich die Polizei, durch ein Ansuchen bei der Staatsanwaltschaft, eine angemessene Strafe für die Video-Ersteller.

Es gäbe ein Gesetz, das besagt, dass man die Polizei in Kenntnis setzen muss, falls jemand stirbt.

Motiv des Ertrunkenen unklar

Warum sich Mr. Dunn in dem Teich befand ist noch unklar.

Laut Aussage eines Nachbarn sei der Mann aus freien Stücken in den Teich gegangen – niemand habe ihn dazu gezwungen.

Die Schwester des Verstorbenen zeigt sich frustriert und fordert, “dass etwas getan werden muss”.

Quellen: Frankfurter Neue Presse , New York Times