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Der Blutdruck geht leicht in die Höhe, Unsicherheit macht sich breit: wer zum Teufel hat da Zugriff auf meinen Amazon Account?

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Wer zum Teufel hat da etwas in meinem Namen bestellt und wer ist Ali Bestas? Diese Fragen stellen sich viele Empfänger dieser gefälschten Bestellbestätigung. Gefälscht, das ist das Stichwort an dieser Stelle, denn es handelt sich glücklicherweise um eine Fälschung, die derzeit eine der am häufigsten versendeten Phishingmails darstellt.

Diese Art der Phishingmail können wir bereits seit Monaten beobachten, so dass wir davon ausgehen, dass es sich um eine recht erfolgreiche Variante handeln dürfte (warum sollte sie sonst so lange im Einsatz sein?). Und wie bei allen anderen Phishingmails gilt auch hier, dass diese Mail natürlich nicht von Amazon versendet wurde und Amazon damit auch rein gar nichts zu tun hat. Die Mail wurde zudem blind gestreut versendet und trifft dadurch auf Personen, die keinen Account bei Amazon besitzen. So sieht der Kopfteil dieser Mail aus:

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Der Inhalt dieser E-Mail lautet:

Guten Tag,

Ihr Benutzerkonto wurde zu Ihrem Schutz temporär gesperrt, da ein unbefugter Fremdzugriff vermutet wird. Aus diesem Grund wurde die eingereichte Bestellung storniert, und wird nicht ausgeführt.
Zur erneuten Herstellung der Handlungsfähigkeit des Kontos ist ein Identitätsnachweis als primärer Kontoinhaber nötig.
Hinweise zum Identitätsnachweis finden Sie unten in dieser E-Mail

[Produktbeschreibung]

Die erneute Herstellung der unlimitierten Handlungsfähigkeit Ihres Kundenkontos, erfolgt unmittelbar nach erfolgreichem Abschluss des Verifizierungsvorgangs.

Verifizierung starten

Bitte achten Sie bei Ihren Angaben auf die korrekte Schreibweise, da eine Wiederherstellung bei erheblicher Abweichung zu den hinterlegten Daten, nur noch über den Postweg möglich ist.
Wir bedauern diese Unannehmlichkeiten und freuen uns auf Ihren nächsten Besuch!
Amazon.de

Ziel dieser Mail ist es, dass man unter Nutzung der Klickfläche „Verifizierung starten” auf eine gefälschte Webseite gelangt. Diese Webseite wäre dann die eigentliche Falle, vor der zumindest ein Antivirenprogramm unterstützend die Phishing-Webadresse blockieren kann, so dass die gefährliche Webseite gar nicht erst geladen wird.

Ansonsten wird eine Webseite geladen, die dem Login von Amazon täuschend ähnlich sieht und zunächst einen Login vorspielt, dann eine Datenabfrage vornimmt. Wir warnen davor, in diesen Formularfeldern wahrheitsgemäße Angaben zu machen!

Was du machen kannst!

Hast Du den Verdacht, dass eine E-Mail oder Webseite zum Zwecke des Phishings gefälscht ist, kannst Du uns diese gerne weiterleiten über spam@zddk.eu. Wir schauen uns das an. Auch Amazon freut sich übrigens über eine Weiterleitung der E-Mail an stop-spoofing@amazon.com. Wichtig ist es erstmal, auf Mailadressen bzw. URLs zu achten. Diese sind ein erster, wichtiger Hinweis. Allerdings können auch Absender-Mailadressen gefälscht werden!

Solltest Du Dir unsicher sein, ob es sich um eine Phishing-Attacke handelt, kannst Du dich grundsätzlich auch einfach auf der eigentlichen Homepage des angeblichen Absenders einloggen, hier also beispielsweise bei www.amazon.de. Sollten wirklich einmal Daten benötigt werden, dann wird man dort aufgefordert, diese einzugeben.

Ist man bereits auf eine Phishing-Attacke hereingefallen, ist es wichtig, sofort alle verwendeten Passwörter und PINs zu ändern sowie die Kreditkarte beziehungsweise die Bankdaten beispielsweise durch eine Sperre unbrauchbar zu machen. Zudem sollte man einen ausführlichen Sicherheitscheck mit dem betroffenen Laptop, Smartphone und Co. durchführen sowie Anzeige bei der Polizei erstatten.

Lösche die E-Mail und klick auf keinem Fall Links darin an. Falls du dein Amazon-Konto sicherheitshalber dennoch überprüfen möchtest, gib in die Adresszeile des Webbrowsers „amazon.de“ von Hand ein und und melde dich auf der echten Webseite mit deinen Zugangsdaten an. Du wirst dann sehen, dass keine Legitimation nötig war!