Aylan (†3) – das tote Flüchtlings-Kind von Bodrum!  Nicht auf jeden Betrachter wirken diese Bilder reaktionär positiv.

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Aber was soll man machen bzw. was machst du? Wird dieses Bild auch unter deinen Freunden geteilt?

> Hinsehen oder Wegsehen?

  • Möchten die Eltern vielleicht gar, dass Ihr Kind den Krieg symbolisiert?
  • Wollen sie, dass Ihr Kind gezeigt wird damit er nicht „umsonst“ gestorben ist.
  • Würde ich das als Elternteil wollen?

Eine heiße Ethikdiskussion.

> Gibt es hier überhaupt ein Richtig oder Falsch?

Das Bild ist mittlerweile in unser aller Köpfen angekommen. Das Kind mit blauer Hose und rotem Shirt, welches leicht aufgeschoben ist. Mittlerweile assoziieren wir alle mit diesen Farben, mit dieser Art und Weise der Abbildung eine der schrecklichsten Seiten des Krieges, sowie auch eine der grauenvollsten Seiten der Flucht.

Mittlerweile brauchen wir das Bild schon gar nicht mehr, es reichen die Stichworte, welche uns das Bild vor Augen führen. Doch kommt das Bild auch bei jenen an, welche es erreichen soll? Öffnet das Bild des Kindes, welches tot am Strand liegt, angeschwemmt von den Wellen, den Geist jener, welche sich verachtend gegenüber Vertriebenen zeigen?

Hätte das Bild den besoffenen Herrn aus Berlin in letzter Sekunde davon abgehalten, auf menschenverachtende Weise in der Bahn auf Kinder zu urinieren?

Das Bild des Kindes wird natürlich bewegen, es wird auch vieles bewirken. Davon ist auszugehen. Es hat mittlerweile schon viel bewirkt. Es hat die Assoziationen in unseren Köpfen bewirkt. Es hat das Lager der Asylunterstützer gespalten, es hat die Auflagen vieler Medienhäuser in die Höhe getrieben.

Es bleibt am Ende zu hoffen, dass die drastische und ungeschonte Darstellung einer Kinderleiche auch wirklich den Frieden bringt. Es bleibt zu hoffen, dass ein totes Kind, welches in sozialen Netzwerken, in Print- und TV Medien uns dieser Tage immer wieder in die Netzhaut gemeißelt wird, auch wirklich die Menschen aller Länder dazu bewegt, einen Krieg zu beenden.

Es bleibt zu hoffen, dass auch wirklich alle Menschen, die ein totes Kind auf ihrer Profilpinnwand darstellen, sich weiterhin aktiv gegen Krieg, Hass und Verfolgung einsetzen und es nicht nur als leere Bildhülsen vor sich hertragen, um den ein oder anderen Like zu ergattern.

Es bleibt zu hoffen, dass große Printmedien, welche derzeit dieses BILD veröffentlichen, sich auch in Zukunft daran halten, nicht blind und skrupellos gegen Flüchtlinge Asylbewerber zu heizen.

Wenn all diese Hoffnungen wahr werden und das Bild eines toten Kindes uns dazu bringt, unser aller Leben und unser aller Einstellung gegenüber Fremden und Krieg zu ändern, dann wird diese mediale Verwendung für sich gerechtfertigt sein. Und bis dahin ist das Bild des toten Kindes mit der blauen Hose und dem aufgeschobenen roten Shirt in unser aller Köpfe angekommen. In der Hoffnung, dass es unsere Gedanken immer ermahnt.

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