Tierschützer und Kataloniens Unabhängigkeitsbefürworter sind fassungslos, nachdem das spanische Verfassungsgericht die Annullierung des Stierkampfverbotes in Katalonien ins Auge fasst

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Wie auf RP Online berichtet, soll das Stierkampfverbot in Katalonien aufgehoben werden.

„Da der Stierkampf 2013 zum Kulturgut erklärt worden sei, könne nur der spanische Staat über ein Verbot entscheiden“,

berichteten Medien unter Berufung auf Justizkreise.

Seit sechs Jahren darf in Katalonien kein Stierkampf mehr durchgeführt werden, doch jetzt beschloss das spanische Verfassungsgericht mit 8:3 Stimmen eine Annullierung des Verbots.

Der geschäftsführende Ministerpräsident Mariano Rajoy der konservativen Volkspartei (PP) hatte angeführt, dass die Entscheidung Kataloniens verfassungswidrig sei, weil sie mehrere spanische und europäische Gesetze verletze, die den Stierkampf schützen.

„Das katalanische Regionalparlament habe mit dem im Juli 2010 verhängten Verbot seine Kompetenzen überschritten“,

so das Urteil des Tribunal Constitucional.

Im Juli 2010 wurde das Verbot aufgrund einer Petition von 180.000 Tierschützern vom katalonischen Parlament beschlossen und war seit Anfang 2014 in Kraft getreten.

Doch nicht nur Tierschützer kritisieren die Entscheidung des Verfassungsgerichts – Kataloniens Unabhängigkeitsbefürworter sahen in dem Verbot ein Symbol der Trennung zwischen Madrid und ihrer Region, denn Katalonien brach neben den Kanarischen Inseln 1991, als Erstes mit der jahrhundertealten Tradition des Stierkampfs auf dem spanischen Festland.

Quelle: RP Online

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