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Ärgerlich! Für alle Abgebildeten. Zudem werden hier Jugendliche diskreditiert, die rein gar nichts mit dieser irren Behauptung zu tun haben. Dennoch wird exakt diese Falschmeldung in den sozialen Netzwerken verbreitet, um ein paar Likes und auch Klicks abzustauben.

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Eine Webseite im Netz verbreitet derzeit einen Artikel in dem es darum geht, dass argentinische Schüler das Schuljahresende damit feierten, dass sie einem Straßenhund Böller ins Maul steckten.

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Über einen Partnerlink wird in der Statusmeldung auf eine Webseite verwiesen.

Sie feiern das Ende ihres Schuljahrs und stecken einem Hund einen Böller in den Mund.

Schau weiter ➡ http://hypefeed.co/108615[***]

Dort bekommt man diese drei Bilder in einer Sequenz angezeigt, gepaart mit der Behauptung, es handle sich um argentinische Jugendliche:

Diese Schüler aus Argentinien waren froh, das Jahr erfolgreich abgeschlossen zu haben und wollten bei schönem Wetter feiern. Irgendwann warf einer der Jungs mit Böller um sich.

Letztendlich handelt es sich hier um drei verschiedene Bilder, denen wir nachgehen konnten. Das Ergebnis an dieser Stelle ist erstaunlich: die drei Bilder gehören nicht zueinander!

Der verletzte Hund

Das Bild des blutenden Hundes hilft uns nicht weiter, das wird seit 2009 immer wieder herangezogen als Beispielbild bei Tierquälerei benutzt. Bereits im Jahr 2009 tauchte dieses Bild auf (Vorsicht, explizit [1])

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Die Straßenhunde stammen aus einem Bericht von 2011 und sind unter anderem in der „Stuttgarter Zeitung“ zu finden. Es handelt sich hierbei um ein dpa-Foto [2]. So weit, so unschön. Aber um dieses unsinnige Gebilde zu komplettieren, schauen wir uns die angeblichen Täter an.

Chat mit England

Richtig gelesen. England. Das Bild der feiernden Jugendlichen stammt aus England.

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Wir haben einen von ihnen ausfindig gemacht und Kontakt aufgenommen. Auf unsere Nachfrage hin, was es mit dem Partybild der vermeintlich Jugendlichen, die den Hund mit einem Silvesterböller gequält haben, auf sich hat erhielten wir folgende Nachrichten vom Urheber des Bildes. In diesen gibt er an, dass er zwar wisse, dass das Bild im Umlauf sei und es ihm auch gelungen sei, dies auf einer Website löschen zu lassen , doch gegen den Rest kam er nicht mehr an.

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Der Abgebildete, nach Eigenaussage auf einer Hausparty befindliche junge Mann, lebt in Cardiff (Wales) und das bereits sein Leben lang. Also die Geschichte herauskam, ging er bereits nicht mehr zur Schule und feierte entsprechend auch nicht mit seinen Freunden seinen Schulabschluss.

Clickbaiting

Ebenso wie die anderen angeführten Bilder in dem angeführten Artikel wurde auch dieses private Bild völlig zweckentfremdet zur Generierung von Klicks und Aufmerksamkeit in den sozialen Netzwerken missbraucht.

Warten auf Argentinien

Wir haben vor Monaten unsere Fühler in Richtung Argentinien ausgestreckt, ob dort ein solcher Fall überhaupt vorgefallen ist. Die Suche ist bis heute ergebnislos verlaufen und wir vermuten recht stark, dass es sich um eine konstruierte Geschichte handelt, die mit Bildern untermalt wurde.

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