Roter Kreis, emotionale Aufmachung und ein sympathisch anmutender Held der Geschichte: eine echte Fakenews zeigt sich als beworbener Artikel auf Facebook.

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“Kampf den Fakenews auf Facebook!” raunt es immer wieder durch die Schlagzeilen. Auch Facebook will ganz eifrig die Fakenews aus dem eigenen Nest werfen. Zumindest gibt es immer wieder Mitteilungen diesbezüglich. In der Realität finden wir jedoch Fakenews aus kommerziellem Antrieb immer wieder auf Facebook vor.

Und an diesen verdient das Netzwerk letztendlich mit, denn diese Art der Fakenews erscheinen auf Facebook als “vorgeschlagener Beitrag”. Also als Werbung inmitten des eigenen Newsstreams. So wie beispielsweise diese Geschichte um den jungen Mann, der aus einem Autohaus geworfen wird, weil er zu arm ist.

Ja, tolle Story. Karma is a bitch. Diese Statusmeldung verlinkt auf einen vermeintlichen News-Artikel von “Entertainment Today – Insider News”. Es geht inhaltlich um den netten jungen Mann, der sich einfach ein paar teure Fahrzeuge anschauen wollte und aus dem Autohaus geworfen wurde, weil er ja eh nichts kaufen würde. Böses Autohaus, armer junger Mann. Dieser Blogartikel erzählt dann jedoch, wie der junge Mann plötzlich reich wurde! So liest man:

„Ich nutzte die 100 Freispiele aber gewann im Gegensatz zu meiner Freundin nichts. Jedoch fühlte ich mich aufgrund dessen, was vorher passiert war, immer noch niedergeschlagen und beschloss, ein paar Euro einzuzahlen und es erneut zu versuchen. Und dann gewann ich bei meinem dritten Spin den Mega-Jackpot von 782.349,55€!“

Und es kommt noch besser: der Blogartikel zeigt uns direkt den Link zu der Quelle dieses unermesslichen Reichtums: ein Onlinecasino!

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Fakenews!

Die ganze Geschichte um den jungen Mann, seinem Rauswurf aus dem Autohaus und dem hohen Gewinn ist natürlich Bullshit. Man kann sich für diese Art der kommerziell betriebenen Fakenews immer merken: Es handelt sich um …

  • einen pseudoredaktionell erstellte Inhalt, der keinen Wahrheitsgehalt trägt
  • eine Darstellung in Form einer News/Nachrichtenwebseite, die jedoch letztendlich keine ist
  • einen Inhalt, der ein Verlangen/eine Angst (in diesem Falle nur Verlangen) anspricht
  • einen Verfasser, dem der Inhalt egal ist. Es geht darum, Werbung anzuzeigen, bzw. Werbelinks wirksam einzubauen

In diesem pseudoredaktionellen Artikel befinden sich Affiliate Links, die auf die Registrierung zu einem Onlinecasino leiten. Meldet sich jemand an dieser Stelle an, bekommt der Inhaber des Affiliatecodes aus dem Link eine Provision. Man kann also davon ausgehen, das die Autoren derartiger Fakenews auch gleichzeitig die Partner und Inhaber solcher Provisions-IDs aus den jeweiligen Codes sind. Denn je besser sich eine Story verkauft, desto mehr Menschen dürften auf eine Registrierung anspringen.

-Mimikama unterstützen-