Ein Schelm, der etwas anderes denkt.

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Am 3. Februar feiern Katholiken das Gedenken des Blasius von Sebaste, einem römischer Märtyrer, Bischof und Schutzpatron. Wohl passend im Winter, denn der heilige Blasius gilt als Helfer bei Halskrankheiten, daher wird an diesem Tag der Blasiussegen gespendet. Soweit der grobe Überblick.

Die Angst, die uns den Hals zuschnürt; die Wut, die uns sprachlos macht; die Schuld, die uns verstummen lässt; die Scham, die wie ein Kloß im Halse sitzt; das Unrecht, das uns lähmt – auf die Fürsprache des heiligen Blasius bitten wir Gott um Segen und Heilung

In diesem Jahr ist der Blasiustag besonders bekannt geworden, da in einem Pfarrbrief eine Illustration verwendet wurde, die es zu einer gewissen viralen Popularität geschafft hat. Es handelt sich dabei um eine Reliefzeichnung, welche die Segensspendung darstellt. Genauer gesagt sieht man hier den Heiligen Blasius im Gefängnis, als er einen Mann vor dem Ersticken rettet.

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Mittlerweile ist in diesem Pfarrbrief (online) dieses Motiv nicht mehr zu finden, derzeit (22.01.2018, 09:18 Uhr) ist auch der gesamte Pfarrbrief online nicht mehr abrufbar. Um weitere Missinterpretationen zu vermeiden, dürfte die Gemeinde in der letzten Woche die Onlineversion zunächst bearbeitet, nun gänzlich (temporär?) entfernt haben.

Revision!

Dieses Motiv in Kombination mit dem Begriff Blasiustag führte nun bei vielen Menschen zu einer Mehrdeutung. Gegenüber dem Saarländischen Rundfunk sagte Dominik Holl, der Pressesprecher des Bistums Trier [1]:

Wir haben die Internetverbreitung beobachtet und der Gemeinde dann geraten, das Bild von der Onlineversion des Pfarrbriefs zu entfernen.

Das ist auch tatsächlich geschehen, dennoch ist die alte Version sehr bekannt geworden.

Nichts Neues!

Es wäre jedoch jetzt falsch, den Verfassern des Gemeindebriefs den schwarzen Peter zuzuschieben, denn sie waren nicht die ersten, welche diese Zeichnung in diesem Zusammenhang genutzt und veröffentlicht haben. Durch einen Leserhinweis können wir auf folgende Verwendungen verweisen, die bereits bis auf das Jahr 2015 zurückgehen (und ohne jegliches Aufsehen blieben):

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