Produktempfehlung: Kaspersky lab

Alle Jahre wieder erscheinen in Medien aller Art zu Weihnachten die Spendenaufrufe. Ob ein Marathon im TV oder der Aufruf zum Likesammeln auf Facebook: das Ziel ist die wohltätige Spende.

-Mimikama unterstützen -

Gemeinsam gegen Fakes, Fake-News und anderen Unwahrheiten im Internet. Bitte hilf mit!

Bei den Mengen an Spendenaufrufen in sozialen Netzwerken fragen sich jedoch viele Nutzer, ob dahinter eine wahre Bitte oder abgebrühte Betrüger stehen. Speziell, wenn nicht allein um ein Like gebeten wird, sondern Geldspenden erbeten werden, wächst bei Vielen die Skepsis.

spw1
(Screenshot: Facebook, öffentlicher Status)

Geldspenden

Die Bitte um Geld ist die am kritischsten zu betrachtende Bitte. Dabei soll sich jeder, der spenden möchte, fragen, wie transparent ein Spendenaufruf gehalten ist. Wird die Spende an Privatpersonen entrichtet? Spendet man an einen Verein oder eine offizielle Organisation? Wo kommt der Geldbetrag zum Einsatz? Sind Nachweise möglich und bekommt man eine Spendenquittung?

Geworben wird natürlich immer mit einem schicksalhaften Bild oder Text, das ist jetzt nicht negativ zu werten, jedoch ist dies kein Erkennungsmerkmal für eine legitimes Spendenziel. Ein herzzerreißendes Bild können  auch Betrüger hochladen. Ein Spendenziel muss immer klare Informationen geben können, Bittsteller müssen greifbar und befragbar sein. Sollte jemand keine genauen Angaben machen können, sollte man sich Gedanken machen, ob der scheinbar noble Spendenaufruf wirklich die Gelder dorthin führt, wo man sie haben will.

Likespenden

Neben den konkret materiellen Bitten gibt es auch die Aufrufe, ein Like für eine Sache zu geben. An dieser Stelle stehen dann angeblich große Spender hinter dem Projekt, die für Likes und Shares angeblich Beträge entrichten. Es handelt sich dann um eine Art virtuellen Spendenlauf. Auch hier muss man leider zwischen echten und falschen Aufrufen unterscheiden.

Natürlich verliert man hier kein Hab oder Gut – jedoch muss man sich im Netz nicht für naiv hinstellen lassen und Likejägern zum Opfer fallen. Denn auch an dieser Stelle gilt: wie transparent ist die Bitte? Wer steht hinter dem Aufruf und vor allem wer ist der große Spender im Hintergrund? Handelt es sich um private Aufrufe oder große offizielle Organisationen, bzw. Gruppierungen? Kennt man vielleicht sogar selbst das Projekt?

spw2
(Screenshot: Facebook, öffentlicher Status)

Man kann lediglich durch Hinterfragen und dem Verlangen von expliziten Informationen zu dem Aufruf erkennen, ob das Spendenziel auch wirklich jenes ist, was man sich erwünscht.

Schnell mal ZDDK / Mimikama gefragt

Wir werden häufig gebeten, Spendenaufrufe zu durchleuchten und auf deren Wahrheitsgehalt zu prüfen. Dazu müssen wir deutlich sagen: es handelt sich hierbei um eine sehr mühselige Aufgabe, die kaum zu lösen ist. Speziell dann, wenn es sich um private Spendenbitten handelt.

Um zwei Beispiele zu nennen

Bei einem Aufruf um Geldspenden haben wir intensiv zu dem Aufruf zu einer Spende für eine Operation der an Krebs erkrankten Anna-Lisa recherchiert. Hier standen wir in direktem Kontakt zu der Familie, hatten Einsicht ins Krankheitsbild und  konnten nach telefonischem Kontakt und langem Schriftverkehr auch ohne Zweifel erkennen, dass die geschilderte Erkrankung echt ist. Die aktuellen Behandlungsabläufe gibt die Familie auf ihrer Facebookseite bekannt.

Ein anderes Beispiel ist die aktuelle UNICEF-Kampagne. Was auf den ersten Blick nach “Like-Sammlerei” aussieht, entpuppt sich tatsächlich als echte Kampagne. Hier werden wir gesondert berichten.

Grundsätzliche Tipps

Man kann sich mit nur wenigen Prüfstationen selbst in eine gute Wissenslage bringen. Diese sind im Verlaufe des Textes bereits schon erwähnt worden:

• Ist der Bittsteller (das Spendenziel) transparent gehalten?
• Werden auf Anfrage ausführliche Informationen gegeben?
• Steckt hinter dem Spendenziel eine offizielle Vereinigung / Einrichtung?
• Im Falle von Privatleuten: sind die Wege der Sach- und Geldspenden jederzeit nachvollziehbar?

• Gibt es im Falle von Geldspenden eine Spendenquittung, bzw. überhaupt eine schriftliche Bestätigung zum Empfang des Geldes?

Sollten an einer Stelle Zweifel sein, dann sollte man eventuell von einer Spende absehen und sich vertrauenswürdigen Quellen zuwenden, die ähnliche Projekte unterstützen. Man muss nicht gleich ein ausgefallenes und undurchsichtiges Ziel wählen, wenn man sich zu einer Spende entschlossen hat.

Bei Likesammeln für ein Spendenziel gelten andere Regeln. Hier riskiert man keinen Materiellen wert, sondern muss grundsätzlich entscheiden, ob man hinter der Sache mit seinem Namen stehen kann. Hier kann man eine Faustregel anwenden (das gilt nicht immer!):
Gibt es einen offiziellen Veranstalter, so sollte man auch nach der Aktion auf der offiziellen Homepage schaue. Bei Privatleuten nach den Spendern im Hintergrund fragen (Wer spendet da?). Am Ende sind die Likeziele meist so niedrig gesetzt, dass der Betrag sowieso gespendet wird, denn das ist ja das Ziel.

Wusstest Du schon ….

dass auch Mimikama von Förderschaften und Spenden abhängig ist? ZDDK/Mimikama.at ist ein Gratisdienst, der frei von Lobbyismus Nutzeranfragen beantwortet und Hilfestellungen zur Sicherheit im Internet und speziell im Social-Media Bereich bietet.

Gratis – aber leider nicht ohne laufende Kosten.

Wenn auch Du Förderer von ZDDK/Mimikama.at werden möchtest und somit einen wahren Mehrwertdienst aufrecht erhalten möchtest, dann schaue bitte auf diese Seite:
http://www.mimikama.at/spenden/

Autor: Andre, mimikama.at