Finger weg von: „Spende mein Geld von 250.000 Euro“

Von | 3. September 2019, 9:51

Traurige Bilder, mitleiderregende Geschichten, harte Schicksale: Die Respektlosigkeit mancher Betrüger, die auf Facebook versuchen Nutzer in die Irre zu führen, schreit wirklich zum Himmel.

Und das Schlimme daran ist, dass sie einfach genau wissen, wie sie andere emotional treffen und manipulieren. Pietätlos versuchen es die Betrüger im Moment mit folgenden Text:

Screenshot by mimikamat.at

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Spende mein Geld von 250.000 Euro
Bitte liebe und teile diese traurige Nachricht für mich, falls du eine hast, mein Herz für Gott. Ich bitte um Entschuldigung, dass ich Sie kontaktiere. Mein Name ist Marie Christine GONTHIER, geboren am 03.03.1985 in Frankreich, aber ich bin in Paris aufgewachsen und lebe derzeit in Benin. Ich teile diese Informationen auf diese Weise, weil ich mein Geld in Höhe von 250.000 Euro an eine Person spenden möchte, die in GOTT wächst. Ich leide an einem Gehirntumor, einer unheilbaren Krankheit, mein Arzt teilte mir mit, dass meine Tage gezählt sind, weil sich mein Gesundheitszustand jeden Tag verschlechtert. Ich kann nicht mehr lange auf dieser Erde leben. Ich habe diese Krankheit seit über 5 Jahren. Ich habe bereits meine Eltern und meine Marie durch einen Unfall verloren und ich habe keine Kinder in meinem Leben. Ich möchte eine Spende von 250.000 € machen, die ich bei der Bank auf meinem Konto habe und ich nicht der Bank überlassen möchte. Ich suche jemanden, der ehrlich ist, und mein Herz für ihn hat das Geschenk meines Geldes hinterlassen, so dass er dieses Geld gut nutzt. Wenn also jemand interessiert ist, um eine Spende von 250.000 Euro zu erhalten, kann er mich per E-Mail kontaktieren, und zwar aus mehreren Gründen für meine Spende. E-Mail: ([email protected])
Kontaktieren Sie mich schnell, denn meine Tage sind nummeriert.

E-Mail: [email protected]

E-Mail: [email protected]

Ich liebe dich

Über diese Art des Betruges schreibt Watchlist-Internet:

Das Muster dieser Art von Verbrechen ist immer gleich: Eine unbekannte, dem Inhalt der E-Mails zu schließen nach religiöse Person aus einer armen Region der Welt verfügt angeblich über einen hohen Geld-Betrag. Er steht in Zusammenhang mit Todschlag, Krieg oder persönlichen SchicksalsschlägenDer/die Empfänger/in des Schreibens soll dabei helfen, das Geld spenden oder erben zu können. Dafür muss zunächst einmal auf das Schreiben reagiert werden. Was als Antwort kommt, hat die Watchlist Internet in einem Selbsttest erfahren. Die Reaktion dürfte bei vergleichbaren Betrugsversuchen ident sein.

Das Ziel der Betrüger ist immer der Kontaktaufbau (deshalb auch die E-Mail-Adresse). In einem regen Schriftwechsel über einen längeren Zeitraum wird ein gewisses Vertrauensverhältnis gebildet: das “Opfer” bekommt immer mehr das Gefühl, dass die Story des Betrügers echt ist.

Bevor es am Ende dann zu der angeblichen Auszahlung kommt, muss das Opfer immer irgendeinen Vorschuss leisten. Angebliche Bankgebühren, Zollgebüren, Steuern etc. Man kann sich bei der hier beschriebenen Variante gut vorstellen, dass das Opfer am Ende irgendwelche Erbschaftssteuern zahlen soll, bevor es den Betrag gibt.

Wenn die Opfer den Geldbetrag im voraus entrichtet haben, reißt der Kontakt ab. Das Ziel der Betrüger ist erreicht, das versprochene Geld hat ja eh nie existiert.

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