Produktempfehlung: Kaspersky lab

Als Bankkunde ist man automatisch Ziel von Phishingbetrügern, damit muss man leben. Daher ist es wichtig, die Auftretensweisen und Abläufe von Phishing zu kennen.

-Mimikama unterstützen -

Gemeinsam gegen Fakes, Fake-News und anderen Unwahrheiten im Internet. Bitte hilf mit!

Phishing ist im Grunde die moderne Variante des klassischen Bankraubs. Statistiken belegen: die Anzahl der polizeilich erfassten Raubüberfälle auf Geldinstitute in Deutschland ist seit 2003 drastisch zurückgegangen [1], im Gegenzug ist die  Anzahl der Phishing-Fälle im Online-Banking in Deutschland in ihrem Mittel seit 2006 angestiegen [2].

Bei Phishing geht es darum, den Opfern so viele persönliche und sensible Daten wie möglich zu entlocken, ohne dass diese bemerken, einem Phishingbetrug aufgesessen zu sein. Bei Phishern handelt es sich daher nicht um Hacker, denn am Ende werden die Konten und Zugänge nicht durch das Ausprobieren oder Umgehen von Passwörtern übernommen, sondern durch das Kennen der Passwörter kompromittiert.

Man gibt schlichtweg freiwillig die Daten an Betrüger, da diese im Vorfeld mit Hilfe einer E-Mail oder ähnlichen Schreiben/Anrufen manipulativ auf ihre Ziele eingewirkt haben. So wie beispielsweise bei dieser aktuellen E-Mail, die sich als “Sparkasse” ausgibt. Natürlich stammt diese E-Mail nicht von der Sparkasse. Die Sparkasse und ihr Corporate Design werden hier lediglich missbräuchlich verwendet, um Nutzer in die Falle zu locken! Da die E-Mail blind gestreut versendet wird, trifft sie natürlich auch auf Personen, die keinen Account bei PayPal besitzen.

image

Der Inhalt dieser E-Mail lautet im barrierefreien Klartext:

Hallo Sabine Schmieder,

hiermit benachrichtigen wir Sie über die temporäre Schließung folgender Funktionen:
-Überweisungen
-Lastschrift Aufträge

Grund für die Deaktivierung ist ein notwendiger Datenabgleich, mit dessen wir Sie als Inhaber verifizieren.

Jetzt durchführen!

Sämtliche Maßnahmen werden komplett rückgängig gemacht.

Wir bedanken uns für Ihre Mithilfe
Spαrkαssen-Finanzportal GmbH

Diese E-Mail verweist auf eine Webseite, die dem Onlinebanking der Sparkasse nachempfunden ist. Verschiedene Formularfelder spielen einen Login sowie eine angebliche Datenüberprüfung vor. Doch bei all diesen Fragen handelt es sich um gefälschte Eingabefelder, mit deren Hilfe Betrüger an die Zugangsdaten gelangen wollen. Wir warnen daher davor, an diesen Stellen wahrheitsgemäße Angaben zu machen.

Allgemeine Phishingwarnung:

  • Phishing E-Mails versuchen grundsätzlich so auszusehen, als stammten sie von dem entsprechenden Unternehmen. Mit ihnen versuchen Betrüger, an persönliche Daten zu kommen, vorzugsweise Bank- und Kreditkarten- oder sonstige Zahldaten.
  • Eine Schutzsoftware ist hilfreich! Bei aktualisierten Datenbanken und entsprechender Heuristik werden schädliche Seiten oftmals blockiert. Wir nutzen hierfür eine Kaspersky Schutzsoftware.
  • Die eigentliche „Kunst” dieser Mails ist die Geschichte, mit welcher der Empfänger dazu verleitet werden soll, der E-Mail zu trauen und den eingefügten Link zu öffnen. Hier spielen Ausdruck, Grammatik und Rechtschreibung sowie Plausibilität und auch Individualität eine sehr große Rolle. Speziell in der jüngeren Vergangenheit gab es zunehmend Mails, welche durch Individualität glänzten: Diese konnten den Empfänger mit korrektem Namen ansprechen und gaben auch tatsächliche Adress- und Personendaten an.
  • Generell ist zu beachten: Banken, Zahl- und Kaufportale fordern niemals mit Hilfe eines eingebauten Links zum Einloggen in das Konto auf! Zudem ist eine generische Anrede zwar immer ein Indiz für Phishing, eine vorhandene korrekte Anrede jedoch nicht der Beweis für die Echtheit einer Mail.
  • Tipp am Smartphone: einen Link anklicken und halten, bis sich ein Dialogfenster mit der Linkvorschau öffnet. Daran kann man erkennen, wohin ein eingebetteter Link führen soll.
  • Niemals über einen Link einloggen, der per Mail gesendet wird, sondern immer die betreffende Seite per Hand in die Adresszeile des Browsers eintippen und dort einloggen. Sollten tatsächlich Ankündigungen des entsprechenden Dienstes vorhanden sein, werden diese dort angezeigt. Zusätzlich ist es nach Möglichkeit ebenso zu unterlassen, über öffentliche/fremde WLAN-Netze Bankgeschäfte zu tätigen, da man nie genau weiß, ob (und im Ernstfall von wem) diese Netze protokolliert werden.
  • Niemals reale Daten in die Formularfelder eintragen! Unter Umständen können die Daten bereits während des Tippens an die Betrügerdatenbank weitergeleitet werden, ohne dass man mit “weiter” bestätigt.