Normalerweise ist man diesen Unsinn von Datingseiten gewohnt: Spam-SMS, welche einen verkürzten Link enthalten.

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Ein wichtiges Element dieser SMS ist, neben dem lockenden Inhalt, der auf männliche Nutzer zielt, immer die Kurz-URL. Eine Kurz-URL ist, wie der Name schon sagt, eine verkürzte Adresse, bei der man im Regelfall das Ziel nicht erkennt.

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Die Katze im Sack also. Bit.ly ist einer der, wohlgemerkt völlig legalen und auch durchaus sinnvollen, Dienste, welche Adressen kürzen und eine solche Kurz-URL zur Verfügung stellen.

Die Eigenschaften der Verschleierung nutzen jedoch auch gerne Spammer, da hier das wahre Ziel nicht gezeigt wird und man somit zumindest daran nicht direkt erkennt, dass es sich um Werbung handelt.

Eine App

Öffnet man den Link aus der SMS, wird man in den Playstore, bzw. Appstore geleitet und soll eine App installieren.

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FonMe, billiger telefonieren heißt es. Es ist also die App eines Telekommunikationsdienstleisters. Ist also diese Spam-SMS tatsächlich Spam dieses Dienstleisters?

Wenn man nun selbige Adrese auf einem PC/Notebook öffnet, bekommt man folgende Adresse – und ganz kurz eine Weiterleitungsinfo – angezeigt.

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Also wird am Ende lediglich die App diese Kurzwahl 6555 interpretieren können, doch dazu muss man sie installiert haben und geht somit ein Kundenverhältnis mit dem Anbieter ein.

Hier endet zumindest unser Interesse an der Nummer, da es sich augenscheinlich um Werbung für diesen Telekommunikationsanbieter handelt.

Autor: Andre, mimikama.at

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