Artikelbild: Schutterstock / Von Jerome LABOUYRIE

Soll Notre-Dame nun eine Moschee werden?

Von | 19. April 2019, 10:02

Rund um das schreckliche Ereignis von Notre Dame tauchen immer wieder dubiose Fakes im Netz auf!

Und wenn es keine “Fake – News” sind, dann sind es Satirebeiträge, die von Internetnutzern nicht sofort ersichtlich sind und uns Anfragen senden. Mag sein, dass dies vielleicht an der Art- und Weise liegt, ob man Satire kann, aber das ist ein anderes Thema!

Der „Berliner Express” behauptet, dass Emmanuel Macron die kürzlich abgebrannte Kathedrale Notre Dame, als Moschee wieder neu aufbauen möchte!

Bei dem „Berliner Express“ handelt es sich um eine Satireseite!

Bei dubiosen Meldungen immer die Quelle prüfen!

Du bist dir nicht nicht sicher, ob eine Meldung stimmt? Dann lohnt es sich, einfach mal einen Blick in das Impressum zu werfen oder auf das Über uns einer Seite zu klicken.

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Quelle: Berliner Express

„Sie dürfen getrost davon ausgehen, dass unsere Artikel – zumindest zum Teil – völlig frei erfunden wurden.“

Problemfall Satire bei Mimikama

Prinzipiell greift Mimikama keine Satire auf, um auf Satire hinzuweisen. Bei Satire handelt es sich ja auch nicht um eine Form der Fake-News. Satire ist eben Satire – und auch als solche zu konsumieren. Wir behandeln Satireseiten meist, wenn die Quelle nicht deutlich als Satire erkennbar ist, sie eine Scheinsatire betreibt oder es sich – wie hier – um eine junge und noch kaum bekannte Webseite handelt.

MERKE: Berliner Express = Satire

Oft bleiben Leser/innen schon beim so genannten “Teaser” (Facebookvorschau) hängen und prüfen den Inhalt gar nicht auf seinen Charakter.

Dabei ist es sehr einfach, einer Satire nicht auf den Leim zu gehen.

Welche Fragen sollte man sich als Leser/in stellen?

  • Wer schreibt? (Impressum)
  • Welchen Charakter hat die Webseite?
  • Welcher Gattung gehört der vorliegende Text an? (Entsprechende Anmerkung über dem Inhalt oder unter dem Inhalt vorhanden?)

Zusätzlich kann man noch die klassischen Prüfungen durchführen (falls überhaupt noch notwendig):

  • Inhaltlicher Gegencheck –> Suchmaschinen nutzen
  • Bildercheck –> Rückwärtssuche

Auch wenn es ein bisschen mehr Arbeit bedeutet, als nur eine Überschrift zu lesen: Am Ende lohnt es sich. Allein schon, weil man seine Nerven schonen und sich die Empörung ersparen kann. Im Notfall: Ruhe bewahren! Wer hinter die Kulissen blickt, entdeckt, dass man sich oft gar nicht so sehr in etwas reinzusteigern braucht.

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