Snapchat macht politische Werbung transparent

Von | 16. September 2019, 13:14

Informationen über Urheber und bezahlten Betrag in eigens aufgebauter Bibliothek zu sehen

Die Social-Media-Plattform Snapchat bietet anlässlich der bevorstehenden US-Präsidentschaftswahlen im Jahr 2020 eine Bibliothek für politische Werbung an.

Laut „CNN“ sind so erstmals alle politischen Anzeigen auf Snapchat in einer Tabelle öffentlich abrufbar und als Download verfügbar. Damit will Snapchat-Betreiber Snap Inc. mehr Transparenz bei politischen Kampagnen schaffen.

„Transparenz ist für politische Kommunikation extrem wichtig. Bei vergangenen Wahlen gab es bereits scharfe Kritik an versteckter Meinungsbildung in sozialen Medien. Deswegen ist es wünschenswert, dass die Werbungen und deren Urheber offengelegt werden. Jedoch können Trollfabriken und Akteure, die Dienstleister anheuern, diese Offenlegung immer noch vermeiden“,

erklärt Social-Media-Berater Felix Beilharz gegenüber pressetext.

Reaktion auf Fake-News-Kampagnen

Mit der Bibliothek für politische Werbung gibt Snap Inc. den Forderungen des US-Gesetzgebers nach, in sozialen Medien mehr Transparenz zu schaffen. Diese Forderungen folgen vor allem auf die mit Russland verbundenen politschen Fake-News-Kampagnen, die auf den US-Wahlkampf im Jahr 2016 Einfluss nahmen.

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Das Archiv von Snapchat zeigt den Namen und die Adresse der Akteure, die für Werbung gezahlt haben. Auch Details, wie die Laufzeit von Werbevideos, der bezahlten Betrag und die Zielgruppe, an die sich Anzeigen richten, sind zu sehen. Momentan hat das Archiv Werbung aus dem Jahr 2018 aufgezeichnet, aber auch für das Jahr 2019 ist eine Bibliothek geplant.

Nachrichtenkanal für US-Wahl 2020

Snap Inc. bereitet sich darauf vor, dass Snapchat in der US-Wahl 2020 ein Werkzeug für politische Kommunikation wird. So gibt es seit September 2019 auf der Plattform einen eigenen Nachrichtenkanal für politische Debatten innerhalb des Wahlkampfes.

Sämtliche führende Kandidaten für die Wahl haben einen Snapchat-Account, darunter auch Donald Trump.

Quelle: pressetext
Artikelbild: Shutterstock / Von Ink Drop
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