"Project Voldemort": Snap belastet Facebook

„Project Voldemort“: Snap belastet Facebook

Von | 24. September 2019, 12:27

Erstelltes Dossier berichtet über unlauteren Wettbewerb bei der Facebook-Tochter Instagram

Der Social-Media-Konzern Snap Inc. hat ein Dossier über unlautere Wettbewerbspraktiken von Facebook erstellt. Wie das „Wall Street Journal“ berichtet, soll der Snapchat-Besitzer das nach dem Harry-Potter-Bösewicht benannte „Project Voldemort“-Dossier der US-Handelsregulierungsbehörde Federal Trade Commission (FTC) vorlegen wollen.

Instagram droht Influencern

Snap Inc. steht schon länger in einem erbitterten Konkurrenzkampf mit Facebook. Der Wettstreit wird vor allem über die Facebook-Tochter Instagram geführt. Erst im März 2019 hat deren Mitgründer Kevin Systrom zugegeben, dass die „Instagram Stories“-Funktion ein Snapchat-Klon ist.

„Instagram-Profile waren lange Zeit voller Snapchat-Links. Die User wollten diese beiden Produkte miteinander verbinden, also gaben wir ihnen, was sie wollten“,

meinte Systrom.

Project Voldemort berichtet allerdings über noch extremere Strategien, die Facebook im Konkurrenzkampf anwende. Laut dem Dossier hat Instagram seine Influencer unter Druck gesetzt, keine Snapchat-Inhalte auf ihren Profilen zu posten.

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Bei einer Verweigerung hätte das Unternehmen mit dem Widerruf des begehrten „Verified“-Status gedroht, mit dem Influencer von möglichen Followern leichter zu finden sind.

Rechtliche Prüfung möglich

Ein weiterer Vorwurf von Snap Inc. ist, dass Instagram in seiner Suchfunktion Inhalte blockiert, die Snapchat-Filter oder Videos enthalten oder den Hashtag #snapchat verwenden.

Außerdem würde Instagram die Links zu Snapchat-Profilen auf seiner Plattform nicht zulassen. Snap Inc. zufolge geht Facebook mit solchen Strategien gegen alle Social-Media-Konkurrenten vor, die das Unternehmen nicht wie Instagram aufkaufen kann.

Die FTC sammelt laut dem Snap-Bericht momentan Aussagen von Dutzenden Tech-Managern und App-Entwicklern. Diese könnten zu einer kartellrechtlichen Prüfung gegen Facebook führen.

Quelle: pressetext
Artikelbild: BigTunaOnline / Shutterstock.com

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