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Gemeinsam gegen Fakes, Fake-News und anderen Unwahrheiten im Internet. Bitte hilf mit!

Die generelle Verunsicherung im Bereich “Smartphoneviren” machen sich immer wieder Betreiber von dubiosen Abodiensten zunutze und locken mit erfundenen Virenwarnungen in Abofallen.

-Produktempfehlung: Kaspersky lab-

Jüngst dabei aufgefallen ist die angebliche Warnung, man habe sich den Virus “Tapsnake” eingefangen. Diese Warnung, welche auf dem Smartphone auftaucht, ist jedoch ein Fake!

tapsnake

Unser Kooperationspartner Watchlist Internet meldet dazu:

Smartphone-„Virus“ Tapsnake führt zu Abovertrag

Auf dem Smartphone erscheint die Meldung, dass es mit dem Virus Tapsnake befallen sei. Um Tapsnake zu entfernen, soll eine Website aufgerufen werden. Auf ihr befindet sich die Schaltfläche „Virus entfernen“. Wird sie betätigt, kann es zu einem kostenpflichtigen Abo um 12 Euro pro Woche kommen.

Ein Watchlist Internet-Leser berichtet, dass er aus heiterem Himmel eine Viruswarnung auf seinemSmartphone erhalten habe. Um die Schadsoftware zu entfernen, sollte die Website„download.mobile-01.net“ aufgerufen werden.

Scan wird durchgeführt

Auf „download.mobile-01.net“ wurde ein vermeintlicher Virenscan durchgeführt. Er ergab, dass das Smartphone mit dem Virus „Tapsnake“ befallen sei. Dessen Risiko wurde als „hoch“ angesehen. Der Virus „Tapsnake“ könne zum „Preis: Gratis“ mit einer Betätigen der Schaltfläche „Virus entfernen“ beseitigt werden.


(Screenshot: Watchlist Internet)

Eine Website warnt vor dem vermeintlichen Virus Tapsnake.

Kostenpflichtiges Abo abgeschlossen

Nachdem die Schaltfläche „Virus entfernen“ betätigt wurde, erschien eine neue Website, die darüber informierte, dass ein kostenpflichtiges Abo um 12 Euro pro Woche abgeschlossen wurde. Folglich entpuppte sich die vermeintlich kostenlose Hilfestellung, den Virus „Tapsnake“ zu entfernen, als eine Falle, um einen kostenpflichtigen Abovertrag abzuschließen.


(Screenshot: Watchlist Internet)

In den Vertragsbedingungen am Ende einer Website findet sich der Kostenhinweis.

WAP-Billing

Mit dem Klick auf das Feld bestätigte man nämlich einen Abovertrag, ganz ohne diesen überhaupt vorher angeboten oder dargestellt bekommen zu haben. Wie das funktioniert? Ganz einfach und legal mit WAP-Billing. Zumindest ist WAP-Billing legal, die Art und Weise, wie es hier eingesetzt wird ist mehr als zweifelhaft. An dieser Stelle verweisen wir auf unseren Bericht, in dem wir die Funktion des WAP-Billings genau erklären:

http://www.mimikama.at/allgemein/die-whatsapp-abofalle-was-genau-dahinter-steckt/

Das kannst Du gegen solche Fallen machen

Das Zaubermittel gegen diese Fallen lautet: Drittanbietersperre.

Ist recht einfach und jeder Anbieter ist verpflichtet dazu, diese Sperre einzurichten, wenn man sie wünscht. Ab diesem Zeitpunkt kann keiner dieser dubiosen Dienste mehr Zahlungen einfordern.

Zu beachten ist jedoch: wenn man eine Drittanbietersperre einrichten lassen hat, sind zwar die dubiosen Dienste ausgeschlossen, jedoch auch legitime Dienste von anderen Drittanbietern gesperrt.

Daher bieten manche Netzanbieter eine stufenweise Drittanbietersperre an. Also den eigenen Anbieter (T-Online, Vodafon, O2 etc.) fragen!

Hereingefallen? Zahlungen wurden abgebucht?

WENN IHR IN EINE ABOFALLE GETAPPT SEID, DANN KÖNNT IHR HIER EINEN MUSTERBRIEF DER VERBRAUCHERZENTRALE NRW DOWNLOADEN UND DIE ZAHLUNG EINER UNBERECHTIGTEN FORDERUNG VERWEIGERN!
DOWNLOAD MUSTERBRIEF

SOLLTEST DU JEDOCH UNTER 18 JAHRE SEIN, DANN SOLLEN DEINE ELTERN FOLGENDEN BRIEF AN DEN JEWEILIGEN MOBILFUNKANBIETER SENDEN:
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