Smarte Geräte im Haushalt, wie gefährlich sind sie wirklich?

Smarte Geräte im Haushalt, wie gefährlich sind sie wirklich?

Von | 16. November 2018, 9:39

Smarte Geräte im Haushalt erleichtern den Alltag und werden immer beliebter. Mit der Zahl der Geräte steigen aber auch die Sicherheitsrisiken.

Wie das Bundeskriminalamt Österreich berichtet, diskutieren Experten des österreichischen Versicherungsbandes VVO und KEV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) sowie des Bundeskanzleramtes (BK) bei einer gemeinsamen Pressekonferenz über Zukunftschancen, aber auch Risiken der vernetzten Alltagshelfer.

Bequemer, sicherer und „smarter“ Leben, das verspricht die Technik von heute. Smart Homes – also Haushalte auf Basis digital vernetzter Geräte, die zu einer Erhöhung der Wohn- und Lebensqualität, Sicherheit oder effizienteren Energienutzung beitragen sollen, haben Vorzüge, bergen aber auch Risiken:

„Smart Homes sind auch in Österreich kräftig auf dem Vormarsch und aus den Haushalten der Zukunft nicht wegzudenken. Bei aller Begeisterung für den Komfort der aktuellen technologischen Entwicklungen ist aber auch ein neues Sicherheits- und Versicherungsbewusstsein notwendig – von der Anpassung der Haushalts- und Eigenheimversicherung bis zum Versicherungsschutz gegen Hacker und Cyber-Kriminalität“,

erklärt Mag. Rémi Vrignaud, Vorstandsvorsitzender der Allianz Gruppe in Österreich und Vizepräsident des österreichischen Versicherungsverbandes VVO.

Eine aktuelle KFV-Studie zeigt, dass die befragten Österreicher dem Thema Smart Home in Bezug auf Sicherheitsfragen eher skeptisch gegenüberstehen. Für den Großteil der Befragten überwiegen derzeit insgesamt noch die Gefahren gegenüber dem Nutzen von Smarten Geräten.

Die Angst vor der „Verselbstständigung der Geräte“ wird hier als einer der häufigsten Gründe (46 Prozent) für die Verunsicherung angegeben.

Prävention durch Information

„Die Problematik des kontinuierlichen Anstiegs von Cybercrime-Fällen wird durch die stark zunehmende Anzahl von vernetzten Geräten noch massiv verstärkt und bietet daher ein besonders attraktives Angriffsziel für Kriminelle. Um diese Entwicklung einzubremsen, ist ein Umdenken nicht nur bei den Anwendern, sondern auch bei den Herstellern erforderlich. Solange hier keine Änderungen eintreten, wird die Gefährdungslage bei IoT(Internet of Things, also mit dem Internet verbundene Geräte) durch Cybercrime weiterhin steigen. IoT-Geräte sollten deshalb nie ungeschützt im Internet betrieben werden.“,

erklärt Mag. Leopold Löschl vom Cybercrime-Competence-Center des BK. Eigeninitiative und einfache Präventionsmaßnahmen können das Risiko, Opfer von Internetkriminalität zu werden, deutlich verringern.

„Seit 2014 sind kontinuierliche Anstiege im Bereich Cybercrime zu verzeichnen: 2017 wurden 16.804 Anzeigen der Polizei gemeldet. Mit einer Zunahme von 28,2 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr wird der Trend der letzten Jahre fortgesetzt“,

so der Experte.

Tipps und Tricks zum sicheren Umgang mit Smart-Home-Geräten:

Auf Qualität setzen

• Auf Kompatibilität neuer und bestehender Geräte untereinander achten.
• Fachpersonal mit IT-Sicherheitsexpertise aufsuchen.
• Auf Nachhaltigkeit und Support achten, anstatt Billigprodukte zu kaufen.

Beim Datenschutz genauer hinsehen

• Nutzungsvereinbarungen lesen.
• Auf technische Möglichkeiten und Softwarelösungen der Geräte achten.
• Konfigurationen aktiv betreiben und Settings datenschutzfreundlich einstellen.

Hacker-Angriffe erschweren

• Gebrauchsanleitungen lesen.
• Ein überlegtes Passwortmanagement einsetzen.
• Smart Devices ausschalten, wenn man außer Haus ist.

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